Es war Mord! Mann erschießt Ex-Schwager auf offener Straße

Hamburg - Im Prozess um die tödlichen Schüsse auf einen Radfahrer im Stadtteil Hamburg-Neuallermöhe ist am Mittwoch ein zweites Urteil gefallen.

Ein Ermittler der Polizei fotografiert in Neuallermöhe das Fahrrad des Opfers.
Ein Ermittler der Polizei fotografiert in Neuallermöhe das Fahrrad des Opfers.  © DPA

Der Täter wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Im ersten Prozess hatte ihn eine andere Strafkammer am Landgericht wegen Totschlags und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu zwölf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Der Deutsche hatte die Pistolenschüsse gestanden, nicht aber die Tötungsabsicht. Der 36-Jährige habe seinen Ex-Schwager "quasi hingerichtet", hatte die Vorsitzende Richterin damals gesagt.

Es sei aber kein Mord gewesen. Das Opfer sei nicht arglos gewesen, weil der Angeklagte dem 28-Jährigen vorher die Pistole im Hosenbund gezeigt habe.

Dagegen hatten Staatsanwaltschaft und Nebenkläger erfolgreich Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt (TAG24 berichtete).

Jetzt wurde der Mann wegen Mordes an seinem Ex-Schwager verurteilt, da dieser zum Tatzeitpunkt eben doch arg- und wehrlos gewesen sei.

Am 5. Juni 2016 hatte der 36-Jährige auf offener Straße sieben Mal auf den 28 Jahre alten Radfahrer geschossen, sagte der Vorsitzende der Strafkammer, Joachim Bülter.


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