Mann öffnet die Tür und wird durch Schuss ins Gesicht getötet

Kiel - Sieben Jahre nach einem Mord muss sich von Freitag (9 Uhr) an der mutmaßliche Täter vor dem Kieler Landgericht verantworten.

Als der Mann die Tür öffnete, schoss ihm der Täter ins Gesicht und tötete ihn so. (Symbolbild)
Als der Mann die Tür öffnete, schoss ihm der Täter ins Gesicht und tötete ihn so. (Symbolbild)  © 123RF/Vitaliy Martynov

Der Staatsanwaltschaft zufolge geriet der Angeklagte schon früh ins Visier. Doch ein dringender Tatverdacht habe sich erst vergangenes Jahr erhärten lassen.

Der 40 Jahre alte Deutsche sitzt seit Dezember in Untersuchungshaft. Im April wurde Anklage erhoben.

Das Opfer, ein Pole, lebte und arbeitete in Neumünster. Der Mann starb am 8. Juni 2012 abends durch einen Schuss ins Gesicht. Er war sofort tot.

Er hatte der Anklage zufolge - ohne es zu wissen - seinem Mörder selbst die Tür geöffnet. Die tödliche Falle stellte demnach ein früherer Freund des Opfers, der zum Tatzeitpunkt sehr verärgert über den 41-Jährigen gewesen sein soll.

Nur er gab sich demnach als Besucher zu erkennen, ermittelte die Polizei. Der Schuss fiel, als das Opfer die Tür öffnete.

Das Schwurgericht hat 15 Verhandlungstage vorgesehen, das Urteil könnte demnach Anfang Dezember verkündet werden. Ein psychologischer Gutachter ist hinzugezogen.

Zum Prozessauftakt sollen eine Kommissarin und ein Kommissar der Kieler Mordkommission aussagen.

Vor dem Landgericht Kiel wird gegen einen 40-Jährigen wegen des Mordvorwurfs verhandelt. (Archivbild)
Vor dem Landgericht Kiel wird gegen einen 40-Jährigen wegen des Mordvorwurfs verhandelt. (Archivbild)  © dpa/Carsten Rehder

Titelfoto: 123RF/Vitaliy Martynov

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