Er tötete die Schülerin Susanna (14): Kommt Ali Bashar nie mehr auf freien Fuß?

Wiesbaden - Der irakische Flüchtling Ali Bashar soll die 14-jährige Schülerin Susanna aus Mainz vergewaltigt und erwürgt haben. Das Urteil in dem Mordprozess will das Wiesbadener Landgericht am Mittwoch (10. Juli/9.30 Uhr) verkünden.

Der Angeklagte Ali Bashar hat im Rahmen des Prozesses sein Gesicht auf seinen Armen versteckt.
Der Angeklagte Ali Bashar hat im Rahmen des Prozesses sein Gesicht auf seinen Armen versteckt.  © DPA

Das Mädchen war vor mehr als einem Jahr nach tagelanger großer Suche in einem Erdloch verscharrt in einem Waldstück in der Nähe des Wiesbadener Stadtteils Erbenheim gefunden worden.

Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Haftstrafe für den 22-jährigen Bashar. Die Anklagevertretung plädierte zudem darauf, die besondere Schwere der Schuld festzustellen.

Folgt das Landgericht dem Antrag, wäre bei einer Verurteilung wegen Mordes eine vorzeitige Haftentlassung des jungen Mannes nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen.

Bashar hat Susanna nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft ermordet, um die Vergewaltigung der 14-Jährigen zu verdecken. Er habe kaltblütig, zielgerichtet und heimtückisch gehandelt, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer. Die Verteidigung verzichtete auf einen Antrag für ein konkretes Strafmaß.

Der Angeklagte Ali Bashar hatte zu Beginn des Prozesse gestanden, die Schülerin aus Mainz Ende Mai 2018 in getötet zu haben. Der irakische Flüchtling bestritt aber, das Mädchen zuvor vergewaltigt zu haben.

In seinem Schlusswort bat er Susannas Mutter um Entschuldigung. Er sei bereit, seine Strafe auf sich zu nehmen und diese bis zum letzten Tag abzusitzen, sagte der 22-Jährige.

Im März 2019 kehrte Bashar (graue Jacke) im Rahmen eines Ortstermin an den Ort zurück, an dem er die 14-jährige Susanna ermordete.
Im März 2019 kehrte Bashar (graue Jacke) im Rahmen eines Ortstermin an den Ort zurück, an dem er die 14-jährige Susanna ermordete.  © DPA

Titelfoto: DPA

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