Frau und Hund ermordet: Tatverdächtiger tot aufgefunden!

Wischhafen - Nach dem gewaltsamen Tod einer 31-Jährigen in Wischhafen (Niedersachsen) fahndet die Polizei weiter nach dem tatverdächtigen Ehemann. Er könnte gefährlich sein!

Polizeibeamte untersuchen eine Eingangstür des Hauses, in dem die 31-Jährige tot aufgefunden wurde.
Polizeibeamte untersuchen eine Eingangstür des Hauses, in dem die 31-Jährige tot aufgefunden wurde.  © dpa/Tageblatt.de/Daniel Beneke

Es gebe derzeit noch keine heiße Spur, wo sich der 52-Jährige aufhalte, sagte Polizeisprecher Rainer Bohmbach am Montag.

Der Mann, ein Deutscher, sei vermutlich mit einem großen schwarzen Wagen (Kennzeichen PI-KJ 2112) auf der Flucht. Die Polizei warnt: "Achtung, Person könnte bewaffnet und gefährlich sein!"

Im Laufe des Tages wolle man Fotos von dem verdächtigen Jens B. und dessen Auto veröffentlichen. Die Ermittler hoffen auf Zeugenhinweise.

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Die 31-jährige Frau, die getrennt von ihrem Mann lebte, war am Samstag tot in ihrem Haus gefunden worden. Zuvor hatten Angehörige die Polizei alarmiert, weil sie laut ihrer Kollegen nicht zur Arbeit erschienen war.

Die Beamten öffneten mithilfe der Feuerwehr die Haustür und fanden dort die Leiche der Frau. Die 31-Jährige war vermutlich schon in der Nacht umgebracht worden. Auch ihre Hündin wurde in dem Haus tot entdeckt.

Weitere Einzelheiten zu den Todesumständen gab die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht bekannt.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Aufenthalt von Jens Becker geben können, sofort die nächste Polizeidienststelle zu informieren oder sich über den Notruf 110 zu melden.

Wer Hinweise zum Mord geben kann oder verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht hat, wird weiterhin gebeten, sich unter der Rufnummer 04141 102215 zu melden.

Mitarbeiter der Spurensicherung stehen unweit des Ortes, an dem die Leiche des Tatverdächtigen gefunden wurde.
Mitarbeiter der Spurensicherung stehen unweit des Ortes, an dem die Leiche des Tatverdächtigen gefunden wurde.  © Florian Büh

Update, 15.15 Uhr: Tatverdächtiger tot aufgefunden

Wie die Polizei am Montagnachmittag mitteilte, wurde der gesuchte Tatverdächtige inzwischen tot aufgefunden. Ein Spaziergänger hatte die Leiche des Mannes gegen 9 Uhr in Norderstedt (Schleswig-Holstein) in einem Gebüsch an der Straße entdeckt.

Der sofort eingesetzte Notarzt und der Rettungsdient konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Nach umfangreichen Ermittlungen vor Ort habe sich letztendlich zweifelsfrei herausgestellt, dass es sich bei dem Toten um den gesuchten Jens B. handelt.

Offenbar habe sich der Mann selbst das Leben genommen, hieß es weiter. Ein Fremdverschulden wird durch die zuständigen Ermittler ausgeschlossen.

Nach dem von dem Tatverdächtigen genutzten schwarzen Dodge Journey mit dem Kennzeichen PI-KJ 2112 werde aber weiter gesucht, er konnte bisher in der näheren Umgebung nicht gefunden werden.

Auch Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Vorfall in Norderstedt gemacht haben, werden nun gebeten, sich unter der Rufnummer 04141-102215 bei der Stader Polizeiinspektion zu melden.

Die Ermittlungen in dem Tötungsdelikt in Wischhafen dauern noch weiter an.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber teilweise im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren. Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: dpa/Tageblatt.de/Daniel Beneke

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