Nach 20 Jahren! Neue Spur im Mordfall Anke

Vor gut zwanzig Jahren wurde in Großröhrsdorf die 20-jährige Anke Hübschmann Opfer eines Tötungsverbrechen.
Vor gut zwanzig Jahren wurde in Großröhrsdorf die 20-jährige Anke Hübschmann Opfer eines Tötungsverbrechen.

Von Matthias Kernstock

Bautzen - Vor über 20 Jahren wurde Anke Hübschmann († 20) brutal ermordet - bis heute ist der Fall ungeklärt. Das Opfer verschwand am 25. Februar 1994 nach einer Diskonacht. Einen Monat später wurde ihre Leiche im Wald bei Großröhrsdorf gefunden. Jetzt hat die Kripo neue Hinweise auf den Täter. War es ein Nachbar?

Der grausame Mord ließ die Angehörigen nie los: In der Nacht vom 26. Februar 1994 ist die 20-jährige in der Großröhrsdorfer Gaststätte „Zur Sonne". Als sie zur nahegelegenen Spielothek „Top 1000" läuft, muss sie ihrem Mörder begegnet sein.

Von da an ist Anke Hübschmann verschwunden.

Einen knappen Monat später dann die Gewissheit: Am 23. März macht die Polizei im Waldgebiet Massenei bei Großröhrsdorf (ca. 7000 Einwohner) einen grausigen Fund: in der Nähe einer ehemaligen NVA-Wachhütte finden die Beamten die Tote unter einem Reisighaufen. Das Ergebnis der Obduktion: Anke wurde erwürgt und erdrosselt, aber nicht vergewaltigt. Doch der Täter wird nie ermittelt.

Anke Hübschmann verschwand in der Nacht vom 26. Februar 1994 nach einem Besuch der Gaststätte "Zur Sonne".
Anke Hübschmann verschwand in der Nacht vom 26. Februar 1994 nach einem Besuch der Gaststätte "Zur Sonne".

Seit etwa einem Jahr hat die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Görlitz die Ermittlungen im Fall Anke Hübschmann wieder intensiviert. Dadurch erhielt die Mordkommission neue Zeugenaussagen, ließ mehrere DNA-Proben untersuchen.

Die Polizei wertete die eingegangenen Hinweise intensiv aus. Erneute Untersuchung von Spuren ergaben nun neue, zuvor nicht bekannte Ermittlungsrichtungen.

Der schreckliche Verdacht: Der Mörder könnte ein Bekannter von Anke gewesen sein.

Erster Kriminalhauptkommissar Uwe Neubert (55), Leiter der Mordkommission: „Der Mörder wird im örtlichen Umfeld der Frau vermutet.“

Die Kripo ermittelt auf Hochtouren.

Fotos: Bruno Satelmajer


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