Mordfall Johanna (8): Gutachten fördert entscheidendes Detail zu Tage

Gießen - Der mutmaßliche Mörder der kleinen Johanna ist nach Einschätzung eines Gutachters schuldfähig.

Der Angeklagte hatte die Entführung, nicht aber den Mord der achtjährigen Johanna zugegeben.
Der Angeklagte hatte die Entführung, nicht aber den Mord der achtjährigen Johanna zugegeben.  © DPA

Der 42-Jährige sei als strafrechtlich voll verantwortlich anzusehen, sagte der psychiatrische Sachverständige am Mittwoch vor dem Landgericht Gießen. Der Experte ging zudem davon aus, dass bei dem Angeklagten eine "ausgeprägte sexuelle Abnormität" vorliege.

Dazu gehöre, dass sich der Mann zu Kindern und jungen Mädchen hingezogen fühle. Allerdings könne er seine Sexualität auch mit Erwachsenen ausleben. Der Gutachter diagnostizierte zudem einen langjährigen Drogenmissbrauch. Abhängig sei der Angeklagte aber nicht.

Der 42-Jährige soll im Jahr 1999 die damals acht Jahre alte Johanna aus Ranstadt in der Wetterau in sein Auto gezerrt, missbraucht und getötet haben.

Zu Beginn des Prozesses im April hatte er die Entführung des Kindes eingeräumt, einen Mord aber bestritten. Johannas Tod sei eine Art Unfall gewesen.

Titelfoto: DPA

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