Mordfall Johanna (8): Wird der Täter endlich verurteilt?

Gießen - Fast 20 Jahre nach dem gewaltsamen Tod der kleinen Johanna wird das Urteil gegen den mutmaßlichen Täter erwartet.

Im Rahmen der Ermittlungen bauten Polizeibeamte auch ein großes Plakat auf, mit dem zu Hinweisen im Mordfall der kleinen Johanna aufgerufen wurde.
Im Rahmen der Ermittlungen bauten Polizeibeamte auch ein großes Plakat auf, mit dem zu Hinweisen im Mordfall der kleinen Johanna aufgerufen wurde.  © DPA

Das Landgericht Gießen, das den Fall seit April verhandelt, will seine Entscheidung am Montag (11 Uhr) verkünden.

Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes bekommen. Die Verteidigung plädierte auf Totschlag und forderte, den 42-Jährigen wegen dessen Drogenkonsums in einer Entziehungsklinik unterzubringen.

Der Deutsche soll im September 1999 die damals achtjährige Johanna Bohnacker aus Ranstadt im Wetteraukreis entführt haben, um sie zu missbrauchen. Die Anklage geht davon aus, dass das Kind erstickte. Der Angeklagte räumt die Entführung ein, bestreitet aber einen Missbrauch und Mord. Den Tod des Kindes stellte er zu Beginn des Prozesses als Unfall dar.

Das Gericht befragte an rund 20 Verhandlungstagen Zeugen, Ermittler und Sachverständige. Die Polizei war dem Angeklagten bei Ermittlungen in einem Missbrauchsfall aus dem Jahr 2016 auf die Spur gekommen.

Im Oktober 2017 wurde der Mann festgenommen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

TAG24 wird weiter berichten.

Der Angeklagte (r) wird zu einer Anklagebank im Landgericht Gießen geführt (Archivbild).
Der Angeklagte (r) wird zu einer Anklagebank im Landgericht Gießen geführt (Archivbild).  © dpa/Fabian Sommer

Titelfoto: DPA

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