Mordprozess gegen Jugendlichen: Abneigung gegen Schwule als Motiv?

Der zur Tat 15-Jährige hat nach seinem Mord die Wohnung des Opfers in brand gesteckt. (Symbolbild)
Der zur Tat 15-Jährige hat nach seinem Mord die Wohnung des Opfers in brand gesteckt. (Symbolbild)  © 123RF

Ulm - Ein 16-Jähriger steht vor Gericht. Er soll einen 64-Jährigen "aus Abneigung gegenüber Homosexuellen" in dessen Wohnung erstochen haben.

Der 64-Jährige soll im Mai den damals 15-jährigen zum Sex aufgefordert haben, ihn allerdings nicht dazu gezwungen haben.

Der Jugendliche hatte den Mann daraufhin erstochen. Nach dem Mord habe der Angeklagte Bargeld und eine Digitalkamera entwendet und in der Wohnung Feuer gelegt.

Bereits zwei Tage zuvor soll er in einem Mehrfamilienhaus in Beimerstetten nahe Ulm ein Feuer gelegt haben. Beide Brände konnten rasch gelöscht werden.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit beginnt nun am Dienstag vor dem Landgericht Ulm der Mordprozess gegen den deutschen 16-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem weitgehend geständigen Angeklagten neben dem Mord Brandstiftung und versuchten Mord in zwei Fällen vor. Mit einem Urteil wird Ende Januar gerechnet.

Nach den Vorschriften des Jugendgerichtsgesetzes ist das Höchststrafmaß auf zehn Jahre begrenzt.

Titelfoto: 123RF


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