Prozessauftakt im Mordfall Sophia: Der Fahrer hat bereits gestanden!

Bayreuth/Leipzig - Gut ein Jahr nach dem Gewaltverbrechen an der Studentin Sophia Lösche hat der Mordprozess vor dem Landgericht Bayreuth mit einem Geständnis begonnen. Der angeklagte Fernfahrer gab am Dienstag zu, die 28-Jährige auf ihrem Weg von Leipzig nach Bayern mitgenommen und mit Eisenrohrschlägen getötet zu haben.

Der Angeklagte Boujemaa L. neben seinem Anwalt Karsten Schieseck.
Der Angeklagte Boujemaa L. neben seinem Anwalt Karsten Schieseck.  © Daniel Karmann/dpa

Der Anklage zufolge hat der 42-jährige Marokkaner Boujemaa L. die Tramperin ermordet, um eine vorher an ihr begangene sexuelle Straftat zu verdecken. Der Angeklagte gab als Anlass jedoch einen Streit über einen mutmaßlichen Diebstahl an. Er habe bei den Schlägen keine Tötungsabsicht gehabt.

Die Germanistik-Studentin wollte im Juni 2018 von ihrem Studienort Leipzig in Richtung Nürnberg trampen. Doch am Autohof in Schkeuditz stieg Sophia in den Laster von Boujemaa L. Der in Marokko geborene Trucker gab später an, die Frau im Streit getötet zu haben (TAG24 berichtete). Tatort war demnach ein Rastplatz in Oberfranken, weshalb jetzt in Bayreuth verhandelt wird.

Die Leiche der Frau war einige Tage nach der Tat in Spanien gefunden worden (TAG24 berichtete). Dort wurde auch der Lkw-Fahrer festgenommen.

Für den Prozess sind zunächst 12 Verhandlungstage mit 17 Zeugen und 3 Sachverständigen angesetzt.

Am Dienstag begann der Prozess um die ermordete Tramperin Sophia Lösche vor dem Landgericht in Bayreuth.
Am Dienstag begann der Prozess um die ermordete Tramperin Sophia Lösche vor dem Landgericht in Bayreuth.  © Jesus Andrade/El Correo/dpa

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