Betrunkener Passagier dreht durch: Crew will ihn mit Frischhaltefolie fesseln

Moskau - Randalierende Passagiere im Vollrausch scheinen im Flugverkehr immer häufiger vorzukommen. Nun hat es den Flug einer Boeing 777 von Moskau nach Phuket erwischt. Ein betrunkener Mann wollte mitten im Flug den Notausgang öffnen.

Die Flugbegleiter der Boeing 777 konnten den aufgebrachten Mann nicht beruhigen, sodass die Piloten zur letzten Möglichkeit greifen mussten. (Symbolbild)
Die Flugbegleiter der Boeing 777 konnten den aufgebrachten Mann nicht beruhigen, sodass die Piloten zur letzten Möglichkeit greifen mussten. (Symbolbild)  © Pavel Byrkin/123RF

Die russische Passagierin und TV-Reporterin Elena Demidova hielt einen Teil des Debakels vom vergangenen Donnerstag auf Video fest und veröffentlichte den Clip auf YouTube.

Das Handy-Video zeigt die Auseinandersetzung der Crew mit einem offenbar angetrunkenen Passagier. Wie Demidova berichtet, soll der Mann mitten über den Wolken versucht haben, die Notausgangstür zu öffnen.

Neben der Crew soll auch ein Arzt, der sich zufällig an Bord befand, probiert haben, den aggressiven Passagier zu beruhigen. Aus Elenas Video geht hervor, dass er zwischendurch sogar mit Frischhaltefolie gefesselt werden sollte, da sich die Flugbegleiter nicht mehr zu helfen wussten.

Mehrere Menschen sollen durch den pöbelnden und randalierenden Mann verängstigt worden sein. Elena bezeichnete ihn in der Beschreibung zum Video gar als "Hooligan".

Pilot war zur Zwischenlandung gezwungen, Passagier wurde festgenommen

Da jegliche Beruhigungsversuche seitens der Crew scheiterten, mussten die Piloten eine Sicherheitslandung in Usbekistans Hauptstadt Taschkent vornehmen. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur "Ria Novosti".

Für den Trunkenbold endete damit die Reise nach Thailand, die usbekische Polizei wartete bereits am Flughafen auf ihn. Ob und welche Strafe ihn erwartet, ist noch nicht bekannt.

Vier geschlagene Stunden mussten die Passagiere ausharren, bis die Reise nach Phuket fortgesetzt werden konnte. Der Schrecken, den ihnen der Pöbel-Passagier bereitete, dürfte noch heute vielen in den Knochen sitzen.

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