Trabi-Wettstreit! Radebeuler Wirt mit echter Rennpappe am Start

Radebeul - Das ist nun wirklich mal eine echte Rennpappe - der 500er-Trabant (Baujahr 1960) von Wirt Jens Seidel (53, Lößnitztal-Schänke) aus Radebeul.

Kaum zu übersehen, wer für den richtigen Kraftstoff sorgt: Getränke-Händler Flack & Schwier betankt das Team mit Vollbier.
Kaum zu übersehen, wer für den richtigen Kraftstoff sorgt: Getränke-Händler Flack & Schwier betankt das Team mit Vollbier.  © Holm Helis

Der grasgrüne Kugelporsche geht am 1. Mai beim 12-Stunden-Trabantrennen in Most an den Start.

Und das ist ein kleines Wunder. Denn noch im Januar war der Trabi nicht nur eine Rostlaube - er war ein Wrack. "Wohl jeder hätte ihn - ohne mit der Wimper zu zucken - verschrottet", sagt Seidel. Doch der Wirt klemmte sich mit seinem Kumpel & Autolackierer Torsten Simon (33, Car Beauty Salon) dahinter. "Tags hab ich geschraubt, abends hinterm Tresen gestanden."

Das Ergebnis ist ein Schmuckstück, das sich mit 26 PS unter der Haube und der Startnummer 50 auf die Rennpiste traut. Die Faustregeln beim 12-Stunden-Rennen: "Ein Auto, vier Fahrer, mindestens drei Zwangspausen, drei Tankstopps, drei Fahrerwechsel", erklärt Seidel.

Neben seinem Team "Vollbier" sind 34 weitere Trabis zum Rennen zugelassen - "doch unserer ist der einzige 500er". Das Resümee nach den ersten Trainingsrunden in Most: "Die größte Gefahr ist, dass der Trabi zu schnell in die Kurve fliegt und aufs Dach kippt."

Denn immerhin - "die Trabis schaffen in zwölf Stunden etwa 230 Runden a 4 000 Meter", weiß Veranstalter Frank Hofmann (www.trabantwelt.de). Gemeinsam mit dem Frankenberger Mario Helzig (HMS) richtet er das Trabantrennen im Autodrom Most aus.

So abgewrackt sah der Trabi noch im Januar aus.
So abgewrackt sah der Trabi noch im Januar aus.
Das Innenleben des Renntrabants ist mit einem Bügelsystem verstärkt.
Das Innenleben des Renntrabants ist mit einem Bügelsystem verstärkt.  © Holm Helis
Wirt Jens Seidel (53, l.) und Lackierer Torsten Simon (34) haben jede frei Minute ins Flottmachen des Renntrabis gesteckt.
Wirt Jens Seidel (53, l.) und Lackierer Torsten Simon (34) haben jede frei Minute ins Flottmachen des Renntrabis gesteckt.  © Holm Helis

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