Boot kentert auf der Elbe und geht unter, Kleinkind treibt im Fluss

Hamburg - Dramatische Havarie auf der Elbe: Eine Motorboot ist am Samstagabend auf dem Strom in Hamburg gekentert und gesunken.

Das gekenterte Boot wird von der Feuerwehr aus der Elbe gehoben.
Das gekenterte Boot wird von der Feuerwehr aus der Elbe gehoben.  © Blaulicht-News.de

Unter den vier Besatzungsmitgliedern waren auch eine 24-jährige Mutter und ihr anderthalb Jahre altes Kind, sagte ein Polizeisprecher.

Sie konnten sich an dem gekenterten Boot festhalten, das kieloben auf dem Wasser trieb. Zeugen bemerkten die Havarie und alarmierten die Feuerwehr.

Eine vorbeifahrende Motoryacht nahm mit einem Beiboot die junge Frau mit ihrem Kleinkind auf.

Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Polizei und DLRG konnte die zwei männlichen Besatzungsmitglieder aus dem Wasser retten. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz, wurde aber nicht gebraucht.

Mutter und Kleinkind kamen vorsichtshalber mit leichten Unterkühlungen ins Krankenhaus. Die beiden Männer blieben unverletzt.

Das Boot kenterte gegen 19.30 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache in der Nähe des Spadenländer Hauptdeiches.

Nach ersten unbestätigten Informationen soll es sich um ein ehemaliges Segelboot handeln, das umgebaut wurde.

Die Feuerwehr konnte es mithilfe einer Drehleiter aus der Elbe ziehen.

Was genau zum Unglück geführt hat, untersucht nun die Polizei.

Feuerwehrboote sichern das kieloben treibende Boot.
Feuerwehrboote sichern das kieloben treibende Boot.  © Blaulicht-News.de

Update, 4. August, 14.44 Uhr

Entgegen der ersten Polizei-Informationen war noch ein dritter Mann an Bord des Bootes, als es kenterte. Das hat die Polizei am Sonntag mitgeteilt. Auch er konnte unversehrt gerettet werden.

Nur das Kleinkind musste wegen Unterkühlung ins Krankenhaus. Weitere Verletzte gab es nicht.

Die Ursache für die Havarie ist weiter unklar.

Update, 4. August, 16 Uhr

Wie die Bild-Zeitung berichtet, ist das Boot vermutlich wegen eines Fahrfehlers des 30 Jahre alten polnischen Kapitäns umgekippt.

Er soll betrunken gewesen sein; ein Atemalkoholtest ergab 0,9 Promille. Die anderen Passagiere sollen ebenfalls Alkohol getrunken haben, nur das Kleinkind war nüchtern.

Die Polizei spricht von "unseemännischem Verhalten".

Titelfoto: Blaulicht-News.de

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