Rennfahrer ausgerechnet von ärgstem Rivalen aus Wrack gerettet

Surfers Paradise (Australien) - Am Ende zählt dann doch nur der Mensch! Nach einem heftigen Unfall wurde der Neuseeländer Scott McLaughlin ausgerechnet von seinem schärfsten Meisterschaftsrivalen aus dem Auto geholt.

Scott McLaughlin rutscht nach einem heftigen Einschlag in die Mauer über die Rennstrecke.
Scott McLaughlin rutscht nach einem heftigen Einschlag in die Mauer über die Rennstrecke.  © Screenshot/Twitter/OnPitRoad

Der 26-Jährige ist momentan der beste Fahrer in der australischen Supercars Serie und auf dem besten Weg zu seiner zweiten Meisterschaft in Folge.

Doch im Qualifying zum "Gold Coast 600" verunfallte er schwer. Auf dem Stadtkurs von Surfers Paradise schlug er mit seinem Penske Mustang seitlich in die Streckenbegrenzung ein.

Dabei drehte es den Ford auf die Seite. Wild rutschte er über die gesamte Strecke, nur haarscharf an einem folgenden Auto vorbei.

Erst an einer Mauer kam McLaughlins Wagen wieder zum Stehen.

Schnell waren Rettungskräfte vor Ort und nicht nur die. Sein ärgster Meisterschaftsrivale Shane van Gisbergen zögerte nicht lange, als er den Unfall sah.

Er stoppte seinen Holden, rannte in Richtung der Unfallstelle. Dort kletterte er auf einen Zaun und half seinem Kollegen aus dem Wrack heraus.

In dem Moment war der Meisterschaftskampf egal

Shane van Gisbergen rennt zu seinem verunfallten Kollegen.
Shane van Gisbergen rennt zu seinem verunfallten Kollegen.  © Screenshot/Twitter/9ijaNews

Später äußerte sich van Gisbergen gegenüber "7NEWS" zu dem Unfall:

"Es ist kein schönes Gefühl, um die Ecke zu kommen und einen Kollegen auf der Seite liegen zu sehen. Ich habe ihm geholfen, aber das medizinische Team war schnell da. Er war ziemlich durchgeschüttelt, aber es geht im gut und es wird ihm gut gehen."

Man merkt der Aussage an, dass ihm in dem Moment der Meisterschaftskampf völlig egal war.

Und dennoch profitierte er von dem Unfall. Das Penske Team bekam den Unfallwagen nicht mehr rechtzeitig zum Rennstart repariert. McLaughlin konnte nicht starten und verlor gut ein Drittel seines Punktvorsprungs.

Doch man kann nach der selbstlosen Aktion davon ausgehen, dass van Gisbergen auf diesem Weg nicht Meister werden will.

Das ist die Australian Supercars Championship

Die Supercars sind eine beliebte australische Tourenwagenserie. Ähnlich wie die DTM in Deutschland sind sie auf vielen lokalen Rennstrecken in ganz Australien und Neuseeland unterwegs.

Insgesamt gehen drei Hersteller an den Start. Ford mit dem Mustang, Nissan mit dem Altima und Holden mit dem Commodore, welcher in Deutschland unter dem Namen Opel Insignia bekannt ist.

Der Sender MotorvisionTV zeigt die teils äußerst spektakulären Rennen als Zusammenfassung mit deutschem Kommentar.

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