Werner Patzelt feilt am CDU-Wahlprogramm mit

Dresden - Michael Kretschmer (43, CDU) ist jetzt Poster-Boy. Ab Dienstag wird der Spitzenkopf seiner Partei an 300 Orten landesweit für zwei Wochen von riesigen Wahlplakaten lächeln.

Entschlossener Blick - so präsentiert sich Michael Kretschmer (43) für seine Sachsen-CDU auf den Wahlplakaten. Die Aktion soll laut Alexander Dierks (31, li.) und Werner Patzelt (65, CDU) zur Mitarbeit am Regierungsprogramm animieren.
Entschlossener Blick - so präsentiert sich Michael Kretschmer (43) für seine Sachsen-CDU auf den Wahlplakaten. Die Aktion soll laut Alexander Dierks (31, li.) und Werner Patzelt (65, CDU) zur Mitarbeit am Regierungsprogramm animieren.  © dpa/Sebastian Kahnert

Anlass ist die Ausarbeitung des künftigen Regierungsprogramms, wofür die Sachsen-CDU die Website sachsen2024.de freigeschaltet hat. Denn erstmals - zumindest im Freistaat - können sich Bürger beteiligen.

"Wir wollen Ideen sammeln, aber auch unsere Ideen mit denen der Bevölkerung abgleichen", sagt der sächsische CDU-Generalsekretär Alexander Dierks (31). Schließlich sei das eine große Chance, das erstarkte politische Bewusstsein allerorten aufzunehmen. "Das hilft uns, konkreter zu werden."

Gefragt sind Ideen zu Oberthemen, die parallel bereits "offline" bei Ideenwerkstätten besprochen werden (die nächste am 26. März in Bautzen), darunter die innere Sicherheit. Die Fremd- und Eigenideen wiederum landen im Programmentwurf, der am 15. April vom Landesvorstand abgesegnet und ausjustiert wird.

Ein Thema, das schon jetzt in die Debatte fließt: Kopfnoten.
Ein Thema, das schon jetzt in die Debatte fließt: Kopfnoten.  © dpa/Frisco Gentsch

Das Ergebnis soll dann auf einem Programmparteitag Ende Juni beschlossen werden. Die Landtagswahl ist am 1. September.

Mit am Programm feilt auch Werner Patzelt (65). Er freut sich sichtlich über die Mitarbeit: Habe er, CDU-Parteimitglied seit 1994, doch endlich Gelegenheit, bei seiner Mannschaft auch mitzuspielen, statt nur auf der Bühne als Reporter zu sitzen, sagt er.

Und er hat jetzt Zeit. Am 31. März wird der Professor emeritiert, also in den Ruhestand geschickt. Eine angestrebte Seniorprofessur an der TU Dresden wird ihm verwehrt.

Auch die ärztliche Versorgung auf dem Land beschäftigt die Bürger.
Auch die ärztliche Versorgung auf dem Land beschäftigt die Bürger.  © dpa/Sina Schuldt

Titelfoto: dpa/Sebastian Kahnert

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