Geringe Winter-Niederschläge: Droht nun im Sommer die Mücken-Invasion?

Berlin/Potsdam - Mit dem Beginn der sommerlichen Temperaturen kommen auch so einige Tierarten aus ihren Winter-Verstecken. Eine Art, die durch ihre fiesen Stiche meist zu penetranten Juck- und Kratzschmerz führt, breitete sich in den ersten Monaten des Jahres gering aus. Ändert sich das im Sommer?

Stechende Plagegeister: Mücken sind wahrscheinlich einer der unbeliebtesten Gäste jeder Garten-Party.
Stechende Plagegeister: Mücken sind wahrscheinlich einer der unbeliebtesten Gäste jeder Garten-Party.  © DPA

Den Mücken ist es derzeit noch zu trocken. Die milden Februar-Temperaturen locken die stechenden Plagegeister zwar tagsüber aus ihren Winterquartieren wie Kellern und Dachböden.

Allerdings fehlten ihnen aufgrund nur geringer Niederschläge vielfach feuchte Brutplätze, um ihre Eier ablegen zu können.

Mit einer explosionsartigen Vermehrung sei derzeit also nicht zu rechnen, sagte Mückenexpertin Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg (Brandenburg).

Invasive, nach Deutschland eingeschleppte Arten bräuchten im Gegensatz zu den einheimischen nur kleine, flache Wasserflächen für die Eiablage.

Drei Arten, die prinzipiell Viren gefährlicher Tropenkrankheiten auf den Menschen übertragen können, hätten bereits Populationen in einigen deutschen Bundesländern entwickelt und würden sich weiter ausbreiten, sagte Walther.

Dabei handelt es sich ihren Angaben zufolge um die Asiatische Tigermücke, die Japanische Buschmücke und Aedes koreicus, für die es noch keine deutsche Bezeichnung gebe. Bisher sei deutschlandweit allerdings noch kein Fall bekannt, bei dem eine schwere, lebensgefährliche Erkrankung auf einen Mückenstich zurück zu führen war, erklärt die Wissenschaftlerin.

Sommerliche Tempraturen, Schöne Aussichten am Schloss Babelsberg: Brandenburg hat an Architektur viel zu bieten.
Sommerliche Tempraturen, Schöne Aussichten am Schloss Babelsberg: Brandenburg hat an Architektur viel zu bieten.  © DPA

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