Ärzte streiken in Bayern: Was wird aus den Patienten im Krankenhaus?

München - Patienten kommunaler Kliniken in Bayern müssen am Mittwoch mit Einschränkungen rechnen.

Am Mittwoch legen Ärzte des Marburger Bunds ihre Arbeit nieder. (Symbolbild)
Am Mittwoch legen Ärzte des Marburger Bunds ihre Arbeit nieder. (Symbolbild)  © DPA

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat zu einem bundesweiten Streik aufgerufen, an dem sich auch bayerische Ärzte beteiligen sollen.

Wie viele genau und welche Kliniken betroffen sein werden, konnte eine Sprecherin des Marburger Bunds vorab nicht sagen.

Private und kirchliche Krankenhäuser sowie die Unikliniken sollen aber nicht bestreikt werden. In allen anderen Einrichtungen sei mindestens eine Notfallversorgung sichergestellt.

Der Marburger Bund hatte die Tarifgespräche für 55.000 Ärzte in den mehr als 500 kommunalen Kliniken Mitte März für gescheitert erklärt. Der Verband fordert fünf Prozent mehr Geld und Begrenzungen von Bereitschaftsdiensten, unter anderem durch mindestens zwei freie Wochenenden im Monat.

In Bayern sind etwa 20.000 Ärzte Mitglieder des Marburger Bunds.

Update 12.55 Uhr: Viele Ärzte beteiligen sich an Warnstreiks

Bei Warnstreiks haben mehr als 1000 Ärzte an Bayerns kommunalen Kliniken ihre Arbeit niedergelegt.

Mediziner von etwa 55 Krankenhäusern beteiligten sich am Mittwoch an der bundesweiten Aktion der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, wie eine Sprecherin sagte. Der Verband fordert fünf Prozent mehr Geld und Begrenzungen von Bereitschaftsdiensten, unter anderem durch mindestens zwei freie Wochenenden im Monat.

Eine Sprecherin des Marburger Bundes Bayern berichtete von einer guten Beteiligung aus dem Freistaat. Besonders positiv sei der hohe Anteil junger Ärzte unter den Streikenden. Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern, der für die betroffenen Kliniken zuständig ist, zeigte sich hingegen verwundert: "Wir sind überrascht über diesen Streik." Über ein neues Angebot sei nicht verhandelt worden.

Private und kirchliche Krankenhäuser sowie die Unikliniken waren von dem Warnstreik nicht betroffen. In den kommunalen Einrichtungen gab es mindestens eine Notfallversorgung. "Massive Einschränkungen" waren dem Arbeitgeberverband nicht bekannt. Insgesamt gibt es in Bayern gut 200 kommunale Krankenhäuser. Sie machen etwa drei Viertel der Krankenhausversorgung aus.

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat zum bundesweiten Streik aufgerufen. (Archivbild)
Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat zum bundesweiten Streik aufgerufen. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0