AfD-Politiker Plenk sorgt für Aufsehen: CSU will Wechselwillige genau überprüfen

München - Angesichts der Wechselpläne des bayerischen AfD-Fraktionschefs Markus Plenk (50) zur CSU hat die Partei deutlich gemacht, wechselwillige AfDler genau überprüfen zu wollen.

Fraktionschef Markus Plenk spielt mit dem Gedanken die AfD zu verlassen.
Fraktionschef Markus Plenk spielt mit dem Gedanken die AfD zu verlassen.  © DPA

"Eine Aufnahme setzt zwingend eine glaubwürdige Distanzierung von der Gesinnung der AfD und ein uneingeschränktes Bekenntnis zu unseren Grundwerten voraus", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume (44) der Deutschen Presse-Agentur.

Im parteiinternen Richtungsstreit der AfD-Fraktion im Landtag hatte Plenk am Freitag erklärt, seinen Chefposten abzugeben und zur CSU übertreten zu wollen. Er hatte die AfD-Fraktion seit Herbst zusammen mit der Co-Vorsitzenden Katrin Ebner-Steiner (40) geführt. Sie behält ihren Posten.

Im Gegensatz zu Ebner-Steiner, die dem rechtsnationalen "Flügel" der AfD zugerechnet wird, gilt Plenk als gemäßigt.

"Bislang liegt noch kein Antrag auf Aufnahme vor", sagte Blume weiter. Ob die Voraussetzungen für ein CSU-Parteibuch gegeben sind und ob das für eine Aufnahme als Mitglied auf Probe ausreiche, entscheide sich nicht von heute auf morgen.

CSU-Chef Markus Söder (52) hatte AfD-Mitglieder am Aschermittwoch zum Austritt aufgerufen: "Kehrt zurück und lasst die Nazis alleine in der AfD".

Markus Söder hatte AfD-Mitglieder bereits aufgefordert, der Partei den Rücken zu kehren.
Markus Söder hatte AfD-Mitglieder bereits aufgefordert, der Partei den Rücken zu kehren.  © DPA

Titelfoto: DPA

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