Prügelattacke in Amberg: Junger Asylbewerber nach Urteil abgeschoben

München - Es war ein Fall, der in ganz Deutschland für Aufsehen gesorgt hat: Nun hat Bayern einen nach der Amberger Prügelattacke verurteilten 18 Jahre alten Asylbewerber am Dienstagabend in sein Heimatland abgeschoben.

Vor dem Amtsgericht mussten sich vier Asylbewerber für die Attacke verantworten.
Vor dem Amtsgericht mussten sich vier Asylbewerber für die Attacke verantworten.  © DPA

Der Afghane sei zusammen mit 23 abgelehnten Asylbewerbern von München aus mit einer Chartermaschine nach Kabul geflogen worden.

Dies teilte das bayerische Landesamt für Asyl und Rückführungen am Mittwoch mit.

Das zuständige Amtsgericht Amberg hatte den ausreisepflichtigen Asylbewerber zuvor Anfang Mai zu einer sechsmonatigen Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt.

Er und seine drei Mitangeklagten hatten vor Gericht gestanden, Ende 2018 betrunken durch die Amberger Innenstadt gezogen zu sein und dabei grundlos auf Passanten eingeprügelt zu haben.

Es war ein erschreckender Zwischenfall, der bundesweit für heftige Diskussionen gesorgt hatte. Immer wieder wurde im Zuge der Debatte eine schnellere Abschiebung von straffälligen Asylbewerbern gefordert.

Einer der im Zuge der Prügelattacke in Amberg verurteilten Asylbewerber wurde nun abgeschoben.
Einer der im Zuge der Prügelattacke in Amberg verurteilten Asylbewerber wurde nun abgeschoben.  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Flüchtlinge:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0