"Am Moosfeld": Ankerzentrum-Außenstelle eröffnet zeitnah in München

München - Mitte Mai eröffnet in der bayerischen Landeshauptstadt eine neue Außenstelle des Ankerzentrums Manching für bis zu 350 Flüchtlinge.

Die Unterbringung in Ankerzentren ist bei vielen Menschen umstritten. (Symbolbild)
Die Unterbringung in Ankerzentren ist bei vielen Menschen umstritten. (Symbolbild)  © DPA

Die entsprechende Unterkunft "Am Moosfeld" werde für voraussichtlich fünf Jahre eingerichtet, teilte die Regierung von Oberbayern am Dienstag mit. Sie ersetze die Ende 2018 geschlossene Unterkunft auf dem Gelände der ehemaligen McGraw-Kaserne.

"Zwar sind die Zugangszahlen in den letzten drei Jahren deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig kommen täglich immer noch durchschnittlich circa 30 Asylbewerber im Ankunftszentrum Oberbayern an, von denen etwa 20 für die Dauer des Asylverfahrens in Oberbayern aufzunehmen sind", erläuterte Regierungspräsidentin Maria Els (63).

Das Wort Anker steht für An(kunft), k(ommunale Verteilung), E(ntscheidung) und R(ückführung). Die Unterbringung ist bei vielen Menschen umstritten.

Sie soll nach dem "Masterplan Migration" von Bundesinnenminister Horst Seehofer (69, CSU) die Asylverfahren und damit auch eine Abschiebung oder Rückführung derjenigen beschleunigen, die kein Bleiberecht haben.

Gegner kritisieren, dass viele Menschen dennoch sehr lange dort untätig und ohne Perspektive ausharren, da sie nicht arbeiten dürfen. In der Regel sind auch für Erwachsene keine geregelten Deutschkurse vorgesehen.

In München gibt es ab Mitte Mai eine neue Außenstelle des Ankerzentrums Manching. (Symbolbild)
In München gibt es ab Mitte Mai eine neue Außenstelle des Ankerzentrums Manching. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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