Nach Todes-Schüssen auf Münchner Baustelle: War der Sachse nur Zufallsopfer?

München/Görlitz - War der Lausitzer André K. (†45) etwa nur ein Zufallsopfer? Diesen furchtbaren Verdacht hegen Ermittler im Fall der Schießerei auf einer Münchner Baustelle (TAG24 berichtete). Hinweise für eine gezielte Tat gibt es bisher keine.

Nach der Schießerei in München waren 150 Polizisten zu der Baustelle geeilt.
Nach der Schießerei in München waren 150 Polizisten zu der Baustelle geeilt.  © dpa/Sven Hoppe

Die Polizei in München spricht von einem diffusen Tatmotiv - der Bauingenieur Gabrijel D. (†29) aus Augsburg soll private Probleme gehabt haben, ein direkter Streit mit Vorarbeiter André K. konnte bisher nicht bestätigt werden.

Der Bauleiter und ehemalige Fußballspieler mit Spitznamen "Egon" starb durch Schüsse im Brustbereich.

Einen Waffenschein hatte Gabrijel D. nicht. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in Augsburg fanden die Ermittler keine weiteren Waffen. Nachbarn sind schockiert: "Er war immer freundlich, immer ruhig", so ein Bekannter zu TAG24.

"Am Wochenende kamen oft seine beiden Söhne zu Besuch. Er hat hier freiwillig im Haus als Hausmeister gearbeitet, die Woche über war er aber mit dem Zug zur Arbeit in München."

Tatsächlich war der Deutsch-Kroate allerdings schon einmal bei der Polizei aufgefallen: Vor mehreren Jahren hatten ihn die Ermittler wegen Bedrohung und Körperverletzung im Visier.

Titelfoto: dpa/Sven Hoppe


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