Verpasste Chance? Warum will Bayern keinen Super-Computer?

München - Bayern will nicht Standort für einen geplanten EU-Supercomputer werden.

Ein Mitarbeiter geht in Hamburg im Deutschen Klimarechenzentrum an Schränken mit Festplattenspeichern entlang; Bayern verzichtet auf einen solchen Supecomputer. (Archivbild)
Ein Mitarbeiter geht in Hamburg im Deutschen Klimarechenzentrum an Schränken mit Festplattenspeichern entlang; Bayern verzichtet auf einen solchen Supecomputer. (Archivbild)  © DPA

Man wolle sich unter anderem aus Kostengründen nicht bewerben, antwortete das Wissenschaftsministerium auf eine Anfrage des europapolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Markus Rinderspacher.

Dieser zeigte sich enttäuscht. Es sei eine "vertane Riesenchance für Bayern, den Freistaat zu einem Weltstandort im Bereich Supercomputing auszubauen", hieß es in einer Mitteilung.

Auch das Bundesbildungsministerium plane keine deutsche Beteiligung an den Standortausschreibungen für die neuen Hochleistungsrechner. Die EU und mehrere europäische Staaten, darunter Deutschland, wollen zwei sogenannte Supercomputer einrichten.

Diese können unter anderem bei Vorhersagen von Naturkatastrophen und zur Entwicklung hochkomplexer Verschlüsselungstechnologien im Bereich der Cybersicherheit eingesetzt werden.

Für das Projekt stellen die Teilnehmer rund eine Milliarde Euro zur Verfügung.

Hochleistungsrechner, wie dieser, kosten vor allem erstmal Geld: Das möchte der Freistaat nicht investieren. (Archivbild)
Hochleistungsrechner, wie dieser, kosten vor allem erstmal Geld: Das möchte der Freistaat nicht investieren. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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