Justizopfer Mollath verklagt Bayern auf 1,8 Millionen Euro

München - Gustl Mollath ist eines der bekanntesten Justizopfer in Deutschland. Seit Jahren beschäftigt der Fall die Gerichte. Jetzt geht er in München in eine weitere Runde.

Das Justizopfer Gustl Mollath hält während einer Pressekonferenz im Presseclub München ein Exemplar der Bayerischen Verfassung und des Deutschen Grundgesetzes hoch.
Das Justizopfer Gustl Mollath hält während einer Pressekonferenz im Presseclub München ein Exemplar der Bayerischen Verfassung und des Deutschen Grundgesetzes hoch.  © dpa/Lino Mirgeler

Gustl Mollath zieht gegen den Freistaat Bayern vor Gericht. Am Mittwoch kommender Woche beginnt vor dem Landgericht München I der Zivilprozess um Amtshaftungsansprüche, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.

Mollath, eines der bekanntesten Justizopfer Deutschlands, fordert knapp 1,8 Millionen Euro Schadenersatz, weil er 2747 Tage zu Unrecht in einer Psychiatrie untergebracht war.

Nach Gerichtsangaben hat der Freistaat bereits 70.000 Euro gezahlt und will es dabei belassen.

Hildebrecht Braun (r-l), Rechtsanwalt von Gustl Mollath, spricht bei einer Pressekonferenz im Presseclub München. Neben ihm sitzen das Justizopfer Gustl Mollath und der Jurist Wilhelm Schlötterer.
Hildebrecht Braun (r-l), Rechtsanwalt von Gustl Mollath, spricht bei einer Pressekonferenz im Presseclub München. Neben ihm sitzen das Justizopfer Gustl Mollath und der Jurist Wilhelm Schlötterer.  © Lino

Titelfoto: dpa/Lino Mirgeler

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