Polizistin niedergeschossen! Mutmaßlicher Schütze schweigt zur Tat

München - Die Attacke auf die Polizistin Jessica L. (26) wird seit Dienstag in München vor Gericht verhandelt. Angeklagt ist Alexander B. (38) - er soll der gebürtigen Sächsin am 13. Juni 2017 in den Kopf geschossen haben (TAG24 berichtete).

Alexander B. (38) beim Prozessauftakt in München.
Alexander B. (38) beim Prozessauftakt in München.  © DPA

Die Beamtin überlebte den Angriff nur knapp, laut Staatsanwaltschaft wird sie aber nie wieder richtig gesund. Die Ankläger halten den Schützern für psychisch krank - jetzt muss das Landgericht entscheiden, ob Alexander B. in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht wird.

Zum Prozessauftakt wurden Überwachungsvideos vom Tatort, dem S-Bahnhof Unterföhring, gezeigt. Zur Tat selber äußerte sich der Angeklagte nicht. Er schilderte lediglich seinen Lebenslauf, berichtete von zwei gescheiterten Selbstmord-Versuchen im Jahr 2011.

Für den Prozess sind acht Verhandlungstage angesetzt, eine Entscheidung soll am 23. April fallen. Die Eltern des Opfers verfolgen den Prozess nicht. Sie hatten sich im Herbst 2017 in einem offenen Brief zum Zustand ihrer Tochter geäußert: "Ihr steht noch ein langer Weg der Rehabilitation bevor, auf dem wir sie intensiv begleiten werden."

Jessica L., die aus Brand-Erbisdorf stammt, wird derzeit in einer sächsischen Reha-Klinik behandelt.

Polizei und Rettungskräfte sicherten nach der Tat den Bahnhof in Unterföhring ab. (Archivbild)
Polizei und Rettungskräfte sicherten nach der Tat den Bahnhof in Unterföhring ab. (Archivbild)  © DPA

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