Polizei und Rettungskräfte angegriffen: Was war am Wochenende in München los?

München - Am Wochenende kam es an den Münchner Bahnhöfen und S-Bahn-Haltestellen zu mehreren Gewaltdelikten und Angriffen gegen Rettungskräfte und Polizeibeamte.

Mehrere Personen mussten in Gewahrsam genommen werden, weil sie Beamten angriffen. (Symbolbild)
Mehrere Personen mussten in Gewahrsam genommen werden, weil sie Beamten angriffen. (Symbolbild)  © Bundespolizei München

Bereits am Freitagmorgen gerieten in Dasing mehrere Personen aneinander, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Ein 28-jähriger Eritreer soll sich mit einer 12-jährigen Deutschen gestritten haben.

Das Mädchen soll den Afrikaner mehrfach getreten haben. Ihre 17-jährige türkische Freundin mischte sich mit ein und soll den Mann geschlagen haben. Der soll sich mit Faustschlägen gegen die Mädchen gewehrt haben.

Auch ein bis dahin unbeteiligter 32-Jähriger mischte sich dann ein, brachte den Afrikaner zu Boden und setzte sich auf ihn. Die Polizei ermittelt, ob der Mann den Eritreer auch geschlagen hat. Alle Beteiligten wurden nicht sichtbar verletzt.

Die Mädchen wurden zur Pasinger Jugendschutzstelle zurückgebracht, in der sie wohnen und von dort als vermisst gemeldet wurden. Die Polizei ermittelt wegen gegenseitiger Körperverletzung.

Am Samstagmorgen gegen 01.00 Uhr stritten sich zwei stark Betrunkene am Ostbahnhof. Ein 27-jähriger Ukrainer und ein 42-jähriger Bulgare griffen sich an, ein 58-jähriger deutscher Zeitungsverkäufer versuchte zu schlichten. Daraufhin wurde der Zeitungsverkäufer von dem Ukrainer angegangen.

Eine vorbeikommende Streife verhinderte eine Eskalation. Der Bulgare wurde aggressiv und musste von den Beamten gefesselt werden. Er bezeichnete die Polizisten als "Nazis". Da er so stark betrunken war, dass er sich nicht mehr orientieren konnte, wurde der Mann in Schutzgewahrsam genommen. In der Zelle drohte der Mann den Beamten mit dem Tod. Gegen den Bulgaren wurde nun wegen Beleidigung, Bedrohung und Nötigung ermittelt.

Wie die Körperverletzungsdelikte des Urkrainers aus Ramersdorf bzw. des Bulgaren aus Bogenhausen verfolgt werden, wird noch ermittelt.

Schlägerei und Beleidigungen: Betrunkene randalieren in München und werden gewalttätig

Die Bundespolizei musste zu mehrere Streitereien ausrücken und wurde dabei beleidigt und angegriffen. (Symbolbild)
Die Bundespolizei musste zu mehrere Streitereien ausrücken und wurde dabei beleidigt und angegriffen. (Symbolbild)  © Bundespolizei München

Außerdem kam es am Samstagmorgen gegen 09.50 Uhr an der Donnesbergerbrücke zu einem Zwischenfall. Ein 24-jähriger Eritreer war bewusstlos am Bahnsteig aufgefunden worden.

Als sich die Rettungskräfte um den Mann kümmern wollten und ihn durch einen Schmerzreiz weckten, schlug er plötzlich um sich und nach den Rettern. Sie konnten sich in Sicherheit begeben, auch als der Mann fixiert wurde versuchte er noch weiter die Sanitäter zu attackieren.

Schließlich musste der Mann gefesselt an die Bundespolizei übergeben werden.

Der Mann war bereits wegen Gewaltdelikten bei der Polizei aufgefallen. Aufgrund seines aggressiven Verhaltens musste er in Schutzgewahrsam genommen werden.

Am Samstagabend musste die Bundespolizei in einer Auseinandersetzung an der S-Bahn-Haltestelle Zorneding eingreifen.

Vier Beteiligte waren in der S4 in Richtung Ebersberg in Streit geraten. Ein 22-Jähriger aus Mauretanien wollte laut Aussage einen 42-jährigen Deutschen "plattmachen". Er soll den Mann aus Ebersberg mit einem Knüppel geschlagen haben. Der 42-Jährige war mit drei Männern auf dem Heimweg vom Bayern-Spiel. Der Ebersberger soll den 22-Jährigen rassistisch beleidigt haben. Der junge Mann ergriff die Flucht, als er mitbekam, dass die Polizei verständigt wurde.

Er wurde später in einer nahegelegenen Asylbewerberunterkunft festgenommen. Er muss sich wegen Körperverletzung verantworten, gegen den 42-jährigen Deutschen wird wegen Beleidigung ermittelt.

Ebenfalls am Samstagabend, gegen 20.25 Uhr nahm die Bundespolizei eine stark betrunkene 36-jährige Tschechin am Hauptbahnhof in Gewahrsam.

Die mit 2,88 Promille alkoholisierte Frau schlug in der Zelle mehrfach ihren Kopf gegen die Zellenwand. Um weitere Verletzungen zu verhindern, musst die Frau, die in Wien wohnt, gefesselt werden. Sie trat und schlug dabei gegen die Beamten.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde die Frau bis Sonntagmorgen bei der Bundespolizei ausgenüchtert.

Titelfoto: Bundespolizei München

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