Coronavirus: Neuer Fall in Bayern, Staatsregierung wappnet sich

München - In Bayern gibt es einen neuen Coronavirus-Fall. Es handele sich um einen Mann aus Mittelfranken, der in Deutschland Kontakt mit einem infizierten Italiener hatte.

Ein weiterer Mann aus Bayern hat sich mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)
Ein weiterer Mann aus Bayern hat sich mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Donnerstagabend mit (TAG24 berichtete). Der Italiener sei erst nach seiner Rückkehr nach Italien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

Die Infektion des Mittelfranken wurde nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Abend bestätigt, wie ein Ministeriumssprecher weiter erklärte. Das zuständige Gesundheitsamt habe begonnen, Kontaktpersonen des Mannes zu ermitteln. Einzelheiten sollen am Freitag mitgeteilt werden.

In Bayern war Ende Januar der erste Coronavirus-Fall in Deutschland nachgewiesen worden. Alle der seitdem insgesamt 14 Infizierten im Freistaat standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf. Dort war im Januar eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und teils deren Angehörige infizierten sich. Alle 14 Betroffenen haben die Krankenhäuser inzwischen verlassen.

Wegen der steigenden Zahl neuer Coronavirus-Erkrankungen in Deutschland kommt am Freitag (11.00 Uhr) die bayerische Staatsregierung zusammen. In der Staatskanzlei wollen sich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und mehrere Minister in einem eigens wegen Covid-19 einberufenen Kabinettsausschuss über die Lage in Bayern und den anderen Bundesländern austauschen.

An der Sitzung nehmen auch der Präsident des Robert Koch-Institutes (RKI), Lothar Wieler, und der Leiter des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, teil.

Im Klinikum Schwabing wurde die erste Welle an infizierten Patienten in München behandelt.
Im Klinikum Schwabing wurde die erste Welle an infizierten Patienten in München behandelt.  © Lino Mirgeler/dpa

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa


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