Pferd hat Husten, kurz darauf ist es tot: Tierarzt muss hohe Summe zahlen!

München - Warum musste Donna Asana sterben? Das Oberlandesgericht (OLG) München verkündet am Donnerstag (8.50 Uhr) eine Entscheidung im Rechtsstreit um den Tod des wertvollen Sportpferdes.

Das Landgericht München II hatte bereits ein Urteil gefällt. (Symbolbild)
Das Landgericht München II hatte bereits ein Urteil gefällt. (Symbolbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Die Halterin von Donna Asana hatte den behandelnden Tierarzt auf Schadenersatz in Höhe von 1,75 Millionen Euro verklagt.

Das Pferd, das an den Olympischen Spielen teilnehmen sollte, hatte sich 2010 einen Husten eingefangen und war gestorben, nachdem ihm ein homöopathisches Mittel gespritzt worden war.

Die Diagnose: anaphylaktischer Schock.

Das Landgericht München II verurteilte den Veterinär daraufhin zur Zahlung von 250.000 Euro an die Halterin, weil er sie nicht über die Risiken der Behandlung aufgeklärt habe.

Dagegen legte er Berufung ein, über die nun das OLG zu entscheiden hat.

Update 10 Uhr: Tierarzt muss nach Tod eines Pferdes 250.000 Euro zahlen

Nach dem Tod eines wertvollen Sportpferdes muss ein Tierarzt 250.000 Euro an die Halterin des Tieres zahlen. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) München am Donnerstag entschieden und damit ein Urteil des Landgerichts München II bestätigt.

Ursprünglich hatte die Besitzerin des Pferdes im ersten Verfahren 1,75 Millionen Euro gefordert. Das Landgericht war aber schon davon ausgegangen, dass sich der Wert des Tieres deutlich gemindert hatte. Gegen das Urteil hatte der beklagte Tierarzt sich gewehrt, die Halterin legte dagegen keine Berufung ein.

"Seine Verurteilung, die von uns bestätigt worden ist, beruht nicht darauf, dass er was falsch gemacht hat in der Behandlung des Pferdes", sagte der Vorsitzende Richter Thomas Steiner. "Das war schon okay im Großen und Ganzen."

Der Tierarzt aus dem oberbayerischen Landkreis Ebersberg hätte die Halterin aus Österreich nach Auffassung des Senates allerdings über die Risiken der Behandlung aufklären müssen. "Wir sehen das als Aufklärungsmangel", sagte der Richter.

Er habe "die Besitzerin nicht eindringlich darauf hingewiesen, dass Gefahren bestehen, Risiken bestehen bis hin zum Todesrisiko".

Das Oberlandesgericht München verkündet eine Entscheidung im Rechtsstreit.
Das Oberlandesgericht München verkündet eine Entscheidung im Rechtsstreit.  © Peter Kneffel/dpa

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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