Er hatte sogar ein eigenes Labor: Hat "JonnyBoy" mehr als nur gedealt?

München - Die Staatsanwaltschaft München I kümmert sich speziell um Dopinghandel. An diesem Mittwoch bringt sie einen Mann vor Gericht, der jahrelang mit Anabolika gehandelt und die Mittel sogar selbst hergestellt haben soll.

Der 33 Jahre alte Mann soll selbst Dopingmittel produziert haben. (Symbolbild)
Der 33 Jahre alte Mann soll selbst Dopingmittel produziert haben. (Symbolbild)  © DPA

Vor dem Landgericht München I beginnt am Mittwoch (10 Uhr) ein Prozess um den Verkauf illegaler Dopingmittel.

Ein 33 Jahre alter Werkzeugmechaniker aus Wickede in Nordrhein-Westfalen ist angeklagt, weil er jahrelang mit Potenz- und Dopingmitteln gehandelt haben soll.

Laut Staatsanwaltschaft verkaufte er Anabolika unter dem Namen "JonnyBoy" in diversen Internet-Foren für Bodybuilder. Später soll er in einem eigenen Labor bei sich zu Hause auch selbst Dopingmittel hergestellt haben, die er "Diamond" und "Pure" nannte. Sechs weitere Männer, die ihm bei seinen illegalen Geschäften geholfen haben sollen, sind mitangeklagt.

Die Staatsanwaltschaft München I ist seit März 2009 für alle Ermittlungsverfahren in Bayern zuständig, die im Zusammenhang mit Doping im Sport stehen.

Allein im Jahr 2016 wurden nach Angaben einer Behördensprecherin 1101 Ermittlungsverfahren mit Dopingbezug geführt - von Rezeptfälschungen bis zu Dopingverstößen im Spitzensport. 2017 waren es 714 Ermittlungsverfahren, im laufenden Jahr 2018 (Stand 23. Juli) 532.


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