Drittes Geschlecht in Bayern: So oft wurde Chance bislang genutzt

München - In Bayerns Standesämtern liegen bisher nur wenige Anträge auf Eintragung des dritten Geschlechts vor. Seit Januar gibt es im Geburtsregister neben männlich und weiblich für intersexuelle Menschen die Option divers.

Bislang liegen in Bayern nur wenige Anträge zur Eintragung des dritten Geschlechts vor.
Bislang liegen in Bayern nur wenige Anträge zur Eintragung des dritten Geschlechts vor.  © DPA

Mit fünf lagen bislang beim Nürnberger Standesamt die meisten Anträge dazu vor.

In Regensburg gibt es bisher drei entsprechende Anträge, in München sind es lediglich zwei. In Augsburg, Würzburg, Fürth, Bamberg und Ingolstadt dagegen wurde das Geschlecht divers bisher nicht für Erwachsene ins Geburtsregister eingetragen.

Den Standesämtern zufolge wurde noch kein Neugeborenes unter divers registriert.

Der Bundestag hatte die Einführung des dritten Geschlechts Mitte Dezember 2018 beschlossen. Damit setzte das Parlament eine entsprechende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts um.

Die Pflicht, einen Menschen dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuzuordnen, war als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht und das Diskriminierungsverbot gewertet worden.

Der Bundestag hatte die Einführung des dritten Geschlechts Mitte Dezember 2018 beschlossen.
Der Bundestag hatte die Einführung des dritten Geschlechts Mitte Dezember 2018 beschlossen.  © DPA

Titelfoto: DPA

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