Ist Markus Lanz Rassist? "Guter Ausländer" Elyas M'Barek greift TV-Moderator an

München - Elyas M’Barek ist einer der beliebtesten Schauspieler Deutschlands, begeistert als Frauenschwarm vor allem weibliche Fans und scheint vom Glück verfolgt. Doch der 36-Jährige hat auch eine andere, eine nachdenkliche Seite.

Elyas M'Barek wirft Moderator Markus Lanz deutlich Rassismus vor.
Elyas M'Barek wirft Moderator Markus Lanz deutlich Rassismus vor.  © DPA

Jene kommt in einem Gespräch mit dem Vice-Magazin nun einmal mehr zum Vorschein. Der Schauspieler, der sich mit privaten Äußerungen in der Öffentlichkeit eigentlich zumeist deutlich zurückhält, übt heftige Kritik an Markus Lanz (49), wirft dem bekannten Moderator gar Rassismus vor.

Auslöser ist ein Auftritt von M'Barek bei "Wetten, dass..?" im Jahr 2013, bei dem sich der 36-Jährige rückblickend als "guter Ausländer" vorgeführt fühlt. Lanz hatte den Schauspieler, der in München geboren wurde und dessen Vater aus Tunesien stammt, gefragt, ob er tatsächlich römisch-katholisch sei und kein Wort Arabisch spreche. Er wirkte äußerst ungläubig und blieb hartnäckig.

"Wenn man immer wieder als Türke eingesetzt wird, wie schafft man sich das dann drauf?", hatte der Moderator in der Unterhaltung mit M'Barek unter anderem im Hinblick auf dessen Rollen beispielsweise in der Serie "Türkisch für Anfänger" nachgehakt, nur um letztlich zum Fazit zu kommen: "Ich finde, du bist der falscheste echte Türke, den wir seit langer Zeit in der Sendung hatten."

Was von Lanz wohl als Kompliment gemeint war, bereitet M'Barek, der durch seine Mutter einen österreichischen Pass hat, noch immer Kopfzerbrechen. "Das ist Rassismus", erklärt er nun gegenüber Autorin Lisa Ludwig, die ihn über einen längeren Zeitraum auch abseits der glamourösen Scheinwelt der roten Teppiche privat begleiten durfte.

Es sind deutliche und vor allem ehrliche Worte, die man von M'Barek in dieser Art in der Öffentlichkeit nicht gewohnt ist.

Migrationshintergrund kann Probleme verursachen

Der Umstand, dass ein vorhandener Migrationshintergrund oftmals eine nicht zu verachtende Rolle spielt, stört den feinfühligen Schauspieler zwar merklich, er selbst hat sich inzwischen damit allerdings weitestgehend arrangiert. So hat es zumindest nach außen hin den Anschein.

Für viele Jugendliche, für die sich nicht durch ihren Bekanntheitsgrad Türen öffnen, bleibt der Fokus auf der vermeintlichen Herkunft aber durchaus ein ernstes Problem, erfolgt oft eine Abgrenzung. Werde laut M'Barek etwa aufgrund ihres Aussehens vermittelt "Du gehörst nicht dazu" oder "Du darfst hier nicht rein", könnten Konflikte entstehen.

So bilde sich womöglich aufgrund der enormen Frustration, die aus einem derartigen Miteinander resultieren könne, "irgendwann Hass" und einige könnten vielleicht sogar mit ihrer Umgebung brechen. "Dann fickt euch doch, ihr Scheißkartoffeln", sei ein möglicher Gedanke erklärt M'Barek. Es ist eine Folge, die der Gesellschaft nur schaden kann.

Markus Lanz hatte Elyas M'Barek im Jahr 2013 in einer Sendung von "Wetten, dass..?" zu Gast.
Markus Lanz hatte Elyas M'Barek im Jahr 2013 in einer Sendung von "Wetten, dass..?" zu Gast.  © DPA

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