Bewaffnete ziehen Jugendlichen in Auto: Was hinter der "Tat" steckt, ist unglaublich

München - Es war eine Idee, die noch ein erhebliches Nachspiel haben wird: Eine vermeintliche Entführung in München hat sich als Geburtstagsscherz entpuppt.

Eine vermeintliche Entführung hat sich als Geburtstagsscherz entpuppt. (Symbolbild)
Eine vermeintliche Entführung hat sich als Geburtstagsscherz entpuppt. (Symbolbild)  © DPA

Nach aktuellen Angaben der Polizei hatte ein Zeuge drei bewaffnete Personen dabei beobachtet, wie sie eine weitere in ein Auto zogen und davonfuhren.

Kurz darauf sei ein zweiter Zeuge auf den Wagen aufmerksam geworden, weil im Fahrzeug Personen mit Pistolen hantiert und diese dabei immer wieder aus den Fenstern des Fahrzeugs gehalten hätten.

Auf einem Parkplatz in Thalkirchen hätten Polizeibeamte schließlich zugegriffen und vier Jugendliche sowie eine 46 Jahre alte Frau überrascht. Vor Ort habe sich dann allerdings herausgestellt, dass die Mutter ihren 15-jährigen Sohn lediglich zusammen mit drei Freunden zu einem Geburtstag gefahren hatte und die Jugendlichen hierbei eine Entführung nachgespielt hatten.

Die Einsatzkräfte stellten vier schwarz gefärbte Spielzeugpistolen sicher, bei denen es sich laut Polizei um sogenannte Anscheinswaffen handelte, die einer echten Waffe täuschend ähnlich sehen. Außerdem fanden sie Sturmhauben.

Für sämtliche Beteiligten hat der Scherz nun Folgen: Gegen sie wurden eine Anzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten sowie aufgrund der genutzten Spielzeugpistolen eine weitere wegen einer Ordnungswidrigkeit nach dem Waffengesetz erstattet.

Die zuständige Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut ausdrücklich davor, täuschend echt aussehende Attrappen oder echte Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen oder zu zeigen.

In der Landeshauptstadt München hat eine vermeintliche Entführung für Aufsehen gesorgt.
In der Landeshauptstadt München hat eine vermeintliche Entführung für Aufsehen gesorgt.  © Screenshot/Google Maps

Titelfoto: DPA

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