Pärchen lockt Frauen mit Job in Sexclub, dann werden sie betrogen und sexuell genötigt

München - Es sind Vorwürfe, die für Fassungslosigkeit sorgen: Im Prozess um einen erfundenen Stripclub, sexuelle Nötigung und Vergewaltigung wird am Mittwoch (13 Uhr) vor dem Landgericht München I das Urteil erwartet.

Im Prozess vor dem Landgericht München I wird am Mittwoch ein Urteil erwartet.
Im Prozess vor dem Landgericht München I wird am Mittwoch ein Urteil erwartet.  © DPA

Ein Mann und seine Freundin sollen Frauen mit Arbeitsplätzen in einem angeblichen Club angelockt, sie betrogen und sexuell genötigt haben.

Die jeweiligen Frauen mussten der Anklage zufolge unter anderem leicht bekleidet im Haushalt der Beschuldigten arbeiten und erotische Fotos machen.

Außerdem wurden demnach Pornos gedreht - versprochenes Geld wurde nie gezahlt.

Die Staatsanwaltschaft wirft der 36-jährigen Frau Betrug vor. Der 38 Jahre alte Mann ist zudem wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung angeklagt. Er soll eine der Frauen zum Sex gezwungen haben. Sie tritt in dem Fall als Nebenklägerin auf.

Zum Prozessauftakt hatte der Angeklagte den Betrug und auch die sexuellen Handlungen zugegeben. Diese seien aber einvernehmlich geschehen. Den Club habe er im Alleingang erfunden, seine Lebensgefährtin habe bis zuletzt an dessen Echtheit geglaubt.

Update erfundener Stripclub: Angeklagter in München verurteilt

Am Landgericht München I ist am Mittwoch ein 38-jähriger Mann wegen Betrugs in acht Fällen und einem Fall von sexueller Belästigung zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ein Paar soll einen Stripclub erfunden und Frauen betrogen sowie sexuell genötigt haben. (Symbolbild)
Ein Paar soll einen Stripclub erfunden und Frauen betrogen sowie sexuell genötigt haben. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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