Erhöhtes Krebsrisiko durch Gift: Verbraucher-Zentrale warnt vor Reis

München - An sich ist Reis ein gesundes Lebensmittel, in dem viele Vitamine und Mineralstoffe stecken. Doch jetzt warnt die Verbraucherzentrale Bayern, dass in Reis auch Arsen enthalten ist. Es bestehe deshalb ein erhöhtes Krebsrisiko.

Aus welchem Herkunftsland der Reis stammt, muss auf Verpackungen nicht angegeben werden. Asiatischer Reis ist meist höher mit Arsen belastet als europäischer.
Aus welchem Herkunftsland der Reis stammt, muss auf Verpackungen nicht angegeben werden. Asiatischer Reis ist meist höher mit Arsen belastet als europäischer.  © Caroline Seidel/dpa

"In großen Mengen kann anorganisches Arsen Krebs auslösen. Da es oft in Reis vorkommt, ist Vorsicht geboten", heißt es von der Verbraucherzentrale.

Wer sehr viel Reis isst, nehme das Gift regelmäßig in kleinen Mengen zu sich. Außerdem sind auch (kleine) Kinder betroffen. Denn in Babybrei steckt sehr oft Reis. Und auch die bei Kindern beliebten Reiswaffeln sollen besonders stark belastet sein.

Arsen schädigt Gefäße, Nerven und Haut. Außerdem können Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefördert werden, erklärt die Verbraucherzentrale. Symptome einer akuten Arsenvergiftung sind unter anderem Übelkeit, Bauchkrämpfe, Erbrechen und Durchfall.

Welche Menge Reis täglich gegessen werden kann, ohne dass es dem Körper schadet, konnte noch ermittelt werden. Allerdings gelten in der EU seit 1. Januar 2016 neue Höchstmengen für anorganisches Arsen in Reis, Reiskeksen, Reiswaffeln, Reis-Crackern und Reiskuchen.

Für Reis, der in Lebensmitteln für Säuglinge und Kleinkinder verwendet wird, gelten noch einmal besondere Anforderungen. Trotzdem empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung, dem Nachwuchs nicht zu viel Reis oder Reis-Produkte zu essen zu geben, damit es nicht zu einer übermäßigen Belastung des Körpers kommt. Das gilt übrigens auch für Reis-Milch und Bio-Produkte.

Auch wenn Arsen in Lebensmitteln ein Problem ist, lässt es sich leider nicht vollständig vermeiden. Denn Arsen ist ein natürlicher Bestandteil des Bodens. Ganz darauf verzichten müsst Ihr aber nicht, wenn Ihr Reis nur ab und an esst.

Wer allerdings an Zöliakie erkrankt ist, sollte zu anderen glutenfreie Getreidearten greifen: Mais, Hirse, Buchweizen, Amaranth oder Quinoa sind tolle Alternativen für den Speiseplan.

Titelfoto: Caroline Seidel/dpa


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