Europawahl wirft Schatten voraus: Kommunen in Bayern entspannt

München - Die bayerischen Städte blicken weitgehend entspannt auf die Europawahl am 26. Mai. Viele Gemeinden haben bereits rund sechs Wochen vor der Wahl die nötigen Wahlhelfer gefunden.

Die Städte sind im Hinblick auf etwaige Wahlhelfer bereits gut aufgestellt. (Symbolbild)
Die Städte sind im Hinblick auf etwaige Wahlhelfer bereits gut aufgestellt. (Symbolbild)  © DPA

Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter zehn bayerischen Städten. Nur in Würzburg und Bayreuth gestaltet sich die Suche schwierig. Ein möglicher Grund ist in Würzburg eine parallel stattfindende große Sportveranstaltung, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte.

Doch in den meisten angefragten Kommunen im Freistaat verlief die Suche nach Helfern frühzeitig erfolgreich. In München, Augsburg, Ingolstadt, Nürnberg, Regensburg, Kempten, Landshut und Passau gibt es keine Probleme.

Eine wichtige Rolle spielen neben hilfsbereiten Bürgern die Angestellten der Städte selbst. Sie machen beispielsweise in Kempten laut einem Sprecher etwa drei Viertel der Wahlhelfer aus.

Auch in der Landeshauptstadt München kommen von den rund 7000 benötigten Wahlhelfern 4077 aus städtischen und staatlichen Einrichtungen wie Ministerien, und stellen damit knapp 60 Prozent der Helfer, wie Johannes Mayer vom Kreisverwaltungsreferat München mitteilte.

Auszählen der Stimmen bei Europawahl deutlich einfacher

Die Zahl der Wahllokale ist den meisten Städten unverändert zur Landtagswahl im Oktober 2018. Doch in mehreren Städten werden es deutlich weniger sein. So sind etwa in Regensburg 79 Wahllokale und 36 Briefwahlvorstände für das Auszählen der Wahlbriefe vorgesehen. Zur Landtagswahl gab es noch 114 Wahllokale und 60 Briefwahlvorstände, wie Sprecherin Juliane von Roenne-Styra mitteilte. Ingolstadt verfährt laut Angaben ähnlich.

Grund ist zum einen die bei Europawahlen vergleichsweise geringe Wahlbeteiligung. Sie lag bei der vergangenen Wahl im Jahr 2014 bei rund 41 Prozent. An der Landtagswahl im Herbst 2018 haben sich dagegen rund 76 Prozent der Bürger beteiligt. Ein weiterer Grund für den geringeren Aufwand ist der Stimmzettel. Auf ihm sind in Bayern 40 Wahlvorschläge verzeichnet, jede Wählerin und jeder Wähler hat nur eine Stimme.

Das erleichtert das Auszählen der Stimmen im Vergleich zum umfangreichen Stimmzettel der bayerischen Landtagswahl in einem deutlichen Maß.

Am 26. Mai wird gewählt: Die Europawahl 2019 steht an - und jede Menge Arbeit für Helfer. (Symbolbild)
Am 26. Mai wird gewählt: Die Europawahl 2019 steht an - und jede Menge Arbeit für Helfer. (Symbolbild)  © DPA

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