Pokal-Showdown gegen RB Leipzig: Schafft Bayern das Double?

Berlin/ München - Der FC Bayern will eine lange holprige Saison mit dem Sieg im DFB-Pokalfinale abschließen und damit trotz einiger Schwächephasen doch noch das Double feiern.

Bayerns Torwart Manuel Neuer beim Abschlusstraining vor dem Finale in Berlin.
Bayerns Torwart Manuel Neuer beim Abschlusstraining vor dem Finale in Berlin.  © DPA

Der Serienmeister trifft am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) auf RB Leipzig. Die Partie könnte ein Fußball-Höhepunkt werden, treffen vor mehr als 74.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion doch die beiden besten deutschen Teams der vergangenen Monate aufeinander.

Bayern-Trainer Niko Kovac will seine Position im Verein stärken und als Erster überhaupt im deutschen Fußball als Spieler und Trainer das Double gewinnen.

Gegen die motivierten Sachsen kann Kovac fast seinen gesamten Kader aufbieten, nur Nationalspieler Leon Goretzka (TAG24 berichtete) musste seine Teilnahme im Endspiel wegen muskulärer Beschwerden absagen.

Auch Joachim Löw ist sehr gespannt auf diese Finalpremiere. Der Herausforderer aus Sachsen pflege "einen Stil, der den Bayern sicherlich auch weh tun kann", urteilte der Bundestrainer.

Die Bayern wollen eine Woche nach dem Gewinn des 29. Meistertitels auch den 19. Pokalerfolg feiern. Es wäre das zwölfte Double der Vereinsgeschichte.

"Schwerstmöglicher Gegner" für Leipzig, auch Bundestrainer Löw wird genau zuschauen

Der Pokal steht während der Pressekonferenz zum DFB-Pokal Finale RB Leipzig gegen FC Bayern München neben dem Podium.
Der Pokal steht während der Pressekonferenz zum DFB-Pokal Finale RB Leipzig gegen FC Bayern München neben dem Podium.  © DPA

"Wir wollen unbedingt die Saison positiv abschließen", sagte Kapitän Manuel Neuer. Eine positive Spielzeit können die Leipziger definitiv für sich reklamieren. Mit Platz drei in der Bundesliga sicherte sich das Team von Ralf Rangnick die Champions-League-Teilnahme. Und jetzt winkt - exakt zehn Jahre nach der Vereinsgründung - auch noch Titel Nummer eins.

Gegen den "schwerstmöglichen Gegner", wie der 60-jährige Rangnick allerdings bemerkte. 18:0 für Bayern lautet die Pokalsiege-Bilanz im Vergleich zu RB. Neben "Dynamik und Speed" sei vor allem eines gegen die Bayern wichtig, sagte Kapitän Willi Orban: "Viel Mut brauchen wir!"

Viele Augen werden sich auf Timo Werner richten. Der Nationalstürmer gilt als Kandidat für einen Wechsel von den Roten Bullen zu den Bayern. Wie geht der 23-Jährige mit dem Druck um? Rangnick vertraut seinem Torjäger, dem er im Saisonendspurt eine steigende Formkurve bescheinigt: "Auch Timo brauchen wir in Topform."

Für Franck Ribéry (36) und Arjen Robben (35) ist es jetzt wirklich das letzte Spiel für den FC Bayern. Vor einer Woche kam das Flügelduo letztmals in der Münchner Arena zum Einsatz. Beide wurden beim 5:1 gegen Eintracht Frankfurt eingewechselt, beide trafen, es war ein großer Bundesliga-Abschied mit der Meisterschale.

Jetzt soll in Berlin die Zugabe folgen. Bayern-Coach Niko Kovac deutete aber an, dass sich die hoch motivierten Routiniers erneut in die Jokerrolle fügen müssen. "Ich kann nur elf aufstellen und muss die bestmögliche Mannschaft auf den Platz bringen. Wer dann noch reinkommt, wird der Spielverlauf entscheiden", sagte Kovac in Berlin.

Für den Bundestrainer ist das Pokalfinale ein alljährlicher Pflichttermin. Als Tribünengast wird Löw ganz genau hinschauen. Denn gleich acht Akteure, die er für die im Juni noch anstehenden EM-Qualifikationsspiele in Weißrussland und gegen Estland nominiert hat, sind dabei.

Wie gesagt, auch der Bundestrainer ist gespannt. So wie alle Fußballfans in Deutschland.

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