Söder empfängt FC Bayern, Spannung wegen Hoeneß

München - Der deutsche Doublegewinner FC Bayern wurde am Mittwoch vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder geehrt.

Karl-Heinz Rummenigge (2.v.l.), Vorsitzender des FC Bayern München, überreicht während eines Empfangs in der bayerischen Staatskanzlei Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, ein Fußball-Trikot mit der Nummer 12.
Karl-Heinz Rummenigge (2.v.l.), Vorsitzender des FC Bayern München, überreicht während eines Empfangs in der bayerischen Staatskanzlei Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, ein Fußball-Trikot mit der Nummer 12.  © Peter Kneffel/dpa

Der CSU-Chef beglückwünschte die Münchner Spieler, das Trainerteam und die Vereinsführung zum Gewinn der Meisterschaft und des DFB-Pokals in der vergangenen Saison.

Söder lud zu einem persönlichen Austausch im sogenannten Großen Arbeitszimmer des Ministerpräsidenten, der Empfang mit der Mannschaft fand im unteren Hofgarten an der Staatskanzlei statt.

Am Tag nach der Ehrung wird eine Erklärung von Uli Hoeneß zu seiner Zukunft beim FC Bayern erwartet.

Auf der USA-Reise des FC Bayern Ende Juli hatte die "Bild" berichtet, dass der 67-Jährige im November nicht mehr zur Wiederwahl als Präsident antreten werde und auch als Aufsichtsratschef aufhören wolle (TAG24 berichtete).

Seine Entscheidung will Hoeneß dem Aufsichtsrat des Vereins am Donnerstag mitteilen.

Zuletzt hatte Hoeneß der Zeitung gesagt, dass er zumindest als normales Mitglied im Kontrollgremium bleiben wolle.

Er hat 1979 das Amt als Manager beim FC Bayern übernommen und den Club zum deutschen Fußball-Branchenführer aufgebaut.

Uli Hoeneß wird FC Bayern auch ohne Präsidentenamt weiter helfen

Markus Söder (l, CSU), Ministerpräsident von Bayern, unterhält sich während eines Empfangs in der bayerischen Staatskanzlei mit Uli Hoeneß (r), Präsident des FC Bayern München.
Markus Söder (l, CSU), Ministerpräsident von Bayern, unterhält sich während eines Empfangs in der bayerischen Staatskanzlei mit Uli Hoeneß (r), Präsident des FC Bayern München.

Uli Hoeneß wird dem FC Bayern München auch bei einem erwarteten Rückzug aus dem Präsidentenamt weiter als wichtiger Unterstützer erhalten bleiben.

"Die Hilfe für den FC Bayern hat ja nichts mit dem Amt zu tun. Ich habe immer gesagt, dass ich dem Verein, was immer ich tun kann, zur Verfügung stehe - und das ist nicht an irgendein Amt gebunden", sagte Hoeneß am Mittwoch beim Empfang des deutschen Fußball-Meisters und DFB-Pokalsiegers im Hofgarten der Bayerischen Staatskanzlei.

Hoeneß betonte, dass er an seinem Plan festhalte, die Entscheidung über seine Zukunft am Donnerstag zunächst dem Aufsichtsrat mitzuteilen. "So eine Entscheidung ist ja nicht innerhalb von zwei Tagen getroffen worden, sondern das ist ein Prozess von circa einem Jahr. Das muss man in Ruhe mit der Familie besprechen und dann eine Entscheidung treffen", erläuterte der 67-Jährige.

Hoeneß will demnach Ende November nicht mehr für das Präsidentenamt kandidieren und auch den Vorsitz des Aufsichtsrates vorzeitig abgeben. Beide Ämter soll der frühere Adidas-Chef Herbert Hainer übernehmen. Hoeneß wurde im Münchner Hofgarten von den Fans mit Sprechchören gefeiert. Das sei "natürlich ein sehr emotionaler Moment gewesen", sagte der Präsident, der seine Entscheidung aber nicht mehr ändern werde.

"Ich habe gesagt, dass ich morgen meine Entscheidung bekanntgebe, die ich getroffen habe. Und das wird sich nicht durch eine Tagessache geändert haben. Das ist ein langer Prozess, den man entscheiden muss", erklärte Hoeneß.

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