Frau brutal ermordet und an beliebtem Badesee verbrannt

München - Rund ein Jahr nach dem Fund einer verkohlten Frauenleiche an einem Badesee bei München beginnt an diesem Montag der Mordprozess gegen den Freund der Toten.

Die verkohlte Leiche der Frau wurde vor einem Jahr am Feringasee bei München gefunden.
Die verkohlte Leiche der Frau wurde vor einem Jahr am Feringasee bei München gefunden.  © DPA

Der 33-jährige Geschäftsmann soll seine Lebensgefährtin im Streit im gemeinsamen Münchner Reihenhaus erdrosselt, ihre Leiche dann im Keller deponiert und danach am Feringasee verbrannt haben.

Nach der Tat ging er laut Anklagebehörde mit seiner Geliebten aus, am nächsten Tag fuhren die beiden nach Neuschwanstein.

Um seine Tat zu vertuschen, soll der Angeklagte Handy-Nachrichten vom Telefon seiner Freundin an sich selbst, ihre Mutter und Freunde geschickt und bei der Polizei eine Vermisstenanzeige aufgegeben haben.

Zwei Gärtner fanden die verkohlte Leiche der aus Leipzig stammenden 35-Jährigen am 11. September 2017, wenige Tage später wurde ihr Lebensgefährte festgenommen.

Ein Jahr danach muss er sich nun wegen Mordes verantworten. Das Landgericht München hat zehn Verhandlungstage angesetzt.

UPDATE 11:35 Uhr

Der Tatverdächtige hat beim Auftakt des Prozesses angekündigt, eine Erklärung zur Sache abgeben zu wollen.

Zuvor machte er umfangreiche Aussagen zu seinem Werdegang und sagte auch, wie er sich ein Leben nach der Haft vorstellen könnte: Er werde dann womöglich nach Berlin gehen, "weil ich hier wahrscheinlich keine Zukunft mehr habe".

Als der Staatsanwalt die Anklage verlas, schaute die Mutter den Toten den Angeklagten an und sagte leise: "Du Schwein". Sie verfolgt das Verfahren als Nebenklägerin.

Titelfoto: DPA


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