"Ich mache mir große Sorgen!" Wie schlimm steht es um Franz Beckenbauer?

2015 zog sich Beckenbauer aus verschiedenen Gründen aus der Öffentlichkeit zurück. Die ARD-Doku soll Aufschluss geben.
2015 zog sich Beckenbauer aus verschiedenen Gründen aus der Öffentlichkeit zurück. Die ARD-Doku soll Aufschluss geben.  © DPA

München - Die letzten Jahre, waren wirklich nicht gerade leicht für den Ehrenpräsidenten des FC Bayern München, Franz Beckenbauer (72).

Korruptionsvorwürfe in der Vergabe der Fußball-WM 2006 nach Deutschland, schwierige Operationen oder der Tod seines Sohnes 2015: Was der ehemalige deutsche Fußballspieler, -trainer und -funktionär durchmachen musste, scheint er nicht gerade leicht weggesteckt zu haben.

Bis zum Jahr 2015 war Beckenbauer stark in den Medien vertreten, zeigte sich für Interviews gern in der Öffentlichkeit. Seitdem zog er sich allerdings zurück. Es ist ruhig um den Kaiser geworden.

Die Frage stellt sich deshalb: Wie geht es Franz Beckenbauer heute? Wie hat er all die schweren Schicksalsschläge verkraftet?

Die ARD-Dokumentation "Franz Beckenbauer - Der Fall des Kaisers“ soll Aufschluss darüber geben. Am Dienstagabend nach dem DFB-Pokalspiel zwischen Schalke und Köln soll „ein Versuch, sich dem Phänomen der Hybris von Franz Beckenbauer zu nähern“, im Ersten gesendet werden.

45 Minuten lang sollen unter anderem Beckenbauers Vertraute Edmund Stoiber, Paul Breitner und auch Lothar Matthäus zu Wort kommen, um Einblick in den Gesundheitszustand von Beckenbauer zu geben, berichtet die "Welt".

"Er sieht nicht mehr so frisch aus wie vorher“, behauptet auch Lothar Matthäus. „Die letzten Jahre haben ihn enorm mitgenommen."
"Er sieht nicht mehr so frisch aus wie vorher“, behauptet auch Lothar Matthäus. „Die letzten Jahre haben ihn enorm mitgenommen."  © DPA

„Er sieht nicht mehr so frisch aus wie vorher. Die letzten Jahre haben ihn enorm mitgenommen. War ja keine einfache Zeit für ihn. Von der Art her aber, vom Lächeln, der Unterhaltung ist er noch der Alte", gibt bereits Matthäus einen Einblick.

TV-Experte Reif, der Beckenbauer über die Jahre gut kennengelernt habe, hat ein ähnliches Statement: "Ich mache mir große Sorgen, denn nach allem, was ich höre, ist ein Mensch, der so in der Öffentlichkeit war, wie Franz Beckenbauer das war, jetzt - auf eigene Veranlassung - völlig aus der Öffentlichkeit verschwunden."

Laut ARD soll die Dokumentation genau klären, warum sich der 72-Jährige aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat. Auf dem Twitter-Kanal der ARD-Sportschau zeigen die Macher bereits einen kurzen Ausschnitt von Paul Breitner, der mit vollem Engagement hinter dem Kaiser steht.

"Keinem könnte mehr der Gedanke der Unschuldsvermutung kommen, nach allem was die Medien über Franz berichtet haben. Ich finde das zum kotzen", so ein Auszug aus dem Interview.

Beckenbauer selbst wird in der Doku, die 23.30 Uhr zu sehen sein wird, nur wenig gezeigt. Die Autoren Sven Kaulbars und Ole Zeisler greifen viel auf Archivmaterial zurück.


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