Nicht gut genug? Deutscher Schiri immer noch ohne WM-Einsatz

München – Bei der WM ist Felix Brych der einzige Schiedsrichter aus Deutschland. Bisher sitzt er aber quasi nur auf der Ersatzbank. Seit einer Woche wartet der Münchener auf seinen ersten Auftrag in Russland.
Felix Brych (42) durfte in Russland noch nicht pfeifen.
Felix Brych (42) durfte in Russland noch nicht pfeifen.  © DPA

Warum kommt der 42-jährige Jurist aus München bisher nicht zum Zug? An seiner Erfahrung kann es nicht liegen. Denn Brych hat seit 2004 in der Bundesliga 248 Spiele geleitet. Und auch international ist er unterwegs, die WM ist für ihn das dritte große Turnier.

Zwei Spielen in der Vorrunde der WM 2014 folgten zwei Jahre später bei der EM 2016 bereits drei Einsätze inklusive eines Viertelfinalspiels. Bei der WM vor vier Jahren in Brasilien war der deutsche Referee bereits am dritten WM-Tag zum Einsatz gekommen.

2018 stehen bislang aber null Einsätze. Womöglich ist die Konkurrenz einfach zu groß. Denn für die Endrunde hat die FIFA insgesamt 36 Schiedsrichter und 63 Assistenten aus 44 Ländern nominiert.

Brych wird frühestens am Freitag zu seiner Premiere bei der WM 2018 kommen. Die aktuellen Ansetzungen gibt die FIFA jeweils über Twitter bekannt. Dort erfuhren auch die deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer und Bastian Dankert von ihrem jeweils fünften Einsatz als Video-Assistenten beim Vorrundenspiel Portugal gegen Marokko am Mittwoch (14.00 Uhr).

Es bleiben noch 39 mögliche Spiele für Schiri Brych. Und sollte Deutschland frühzeitig ausscheiden, steigen seine Chancen auf weitere WM-Einsätze.

Update, 13.25 Uhr

Brych bekommt seinen ersten Einsatz! Wie der Weltverband fIFA auf Twitter mitteilte, wird er das Spiel zwischen Schweiz und Serbien am Freitagabend (20 Uhr) leiten.

Titelfoto: DPA


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