Polizist (30) von hinten mit Messer angegriffen: Neue Details zum Täter (23) in München

München - Ein Tag nach der Messerattacke auf einen Polizisten am Münchner Hauptbahnhof werden neue Details zum 23-jährigen Tatverdächtigen bekannt.

Ein Fahrzeug der Bundespolizei steht vor einem Eingang zum Hauptbahnhof.
Ein Fahrzeug der Bundespolizei steht vor einem Eingang zum Hauptbahnhof.  © Matthias Balk/dpa

Am frühen Montagvormittag wurde ein Polizist bei einer Kontrolle von hinten mit einem Messer angegriffen.

Der 23-jährige Angreifer hatte nichts mit der Kontrolle zu tun und griff den Beamten völlig überraschend mit einem Messer an.

Ein Polizei-Kollege und mutige Passanten halfen, den Angreifer zu überwältigen. Der 23-Jährige befindet sich nun in Polizeigewahrsam.

Nach Informationen der Bild-Zeitung soll er obdachlos sein und durch die Stadt in einer Pension im Münchner Hauptbahnhofsviertel untergebracht worden sein.

Laut Innenminister Joachim Herrmann sei der Tatverdächtige polizeibekannt. Außerdem soll er wegen einer psychischen Erkrankung bereits mehrfach in einer Psychiatrie gewesen sein, berichtet die Bild.

Mittlerweile befindet sich der schwer verletzte Polizist nicht mehr in Lebensgefahr. Er soll durch die Attacke am Rückenmark verletzt worden sein.

Am Dienstagnachmittag will die Polizei mit Staatsanwältin Anne Leiding und Kriminaloberrat Josef Wimmer über den aktuellen Ermittlungsstand berichten.

Update 13 Uhr: Tatverdächtiger nach Messerangriff auf Polizisten in Psychiatrie

Nach dem Messerangriff auf einen Polizisten in München ist der Tatverdächtige in einer geschlossenen Psychiatrie untergebracht worden. Das sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

Der Mann habe schon in der Vergangenheit psychische Probleme gehabt und habe bereits einen "massiven" Selbstmordversuch mit einem Kraftfahrzeug unternommen. Bisher sei keine Fremdgefahr von ihm ausgegangen. Er sei aber wegen Drogen und Betäubungsmitteln auffällig gewesen. Zwischen dem Mann und dem Polizisten gebe es "keinerlei Bezug".

Der 23-Jährige hatte den Polizisten am Montag am Münchner Hauptbahnhof unvermittelt von hinten mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt.

Herrmann berichtete nun, es sei eine sehr schwere Verletzung, die bis in den Bereich des Rückenmarks reiche und erhebliche Schädigungen befürchten lasse. Er hoffe und bete, dass der Beamte möglichst bald wieder zu Kräften komme und dann auch wieder seinen Beruf ausüben könne.

Sicher sei das aber noch nicht, sagte Herrmann. Die medizinische Behandlung sei aber auf einem guten Weg.

Update 15.15 Uhr: Motiv der Tat in München: "Hass auf die Polizei"

Den aktuellen Ermittlungstand mit dem Motiv des Täter, dem Zustand des Opfers und Reaktionen aus dem Netz findest Du >>hier.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

Mehr zum Thema München Crime:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0