Focus-Gründer verteidigt Kemmerich-Wahl in Thüringen: Hauptsache, der "Kommunist ist weg"

München - Nachdem CDU, FDP und AfD in Thüringen Thomas Kemmerich dort zum Ministerpräsidenten gewählt haben, hat der bayerische FDP-Landtagsabgeordnete Helmut Markwort seinen Parteifreund verteidigt.

Focus-Gründer Helmut Markwort (FDP) nimmt im bayerischen Landtag an der Sitzung teil.
Focus-Gründer Helmut Markwort (FDP) nimmt im bayerischen Landtag an der Sitzung teil.  © Sven Hoppe/dpa

Kemmerich könne nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass andere ihn wählten, sagte der "Focus"-Gründer Markwort dem Radiosender Antenne Bayern.

"Entscheidend ist doch: Ein Demokrat hat gewonnen und die FDP macht keine gemeinsame Sache mit der AfD. Sie kommt nicht in die Regierung, Kemmerich wird ihnen kein Amt anbieten", sagte der 83-Jährige, der für die Liberalen seit 2018 im bayerischen Landtag sitzt.

Markwort räumte ein, dass die Wahl "natürlich ein taktisches Manöver von der AfD", war. "Aber das Ergebnis ist: Ramelow, der Kommunist, SED-Nachfolger, ist weg. Und ein FDP-Mann sucht die Chance - ohne AfD, das ist ganz wichtig - eine Regierung zu bilden."

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Am Mittwoch hatte die Wahl Kemmerichs mit den Stimmen von Liberalen, CDU und AfD ein politisches Beben ausgelöst. In Bedrängnis ist auch die Bundes-FDP geraten, der Kurs der Liberalen in Thüringen ist intern umstritten. Alles zum Wahl-Ergebnis in Thüringen findest Du auch >>hier.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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