Nackert an die Isar: Dürfen sich Frauen in München oben ohne sonnen?

München - Dürfen Frauen in München oben ohne an der Isar liegen? Diese Frage hat am Mittwoch den Stadtrat beschäftigt.

In München wird die Freikörper-Kultur zum Beispiel an Teilen des Isarstrands ausgiebig genossen.
In München wird die Freikörper-Kultur zum Beispiel an Teilen des Isarstrands ausgiebig genossen.  © dpa , 123RF

Frauen dürfen sich an der Isar in München oben ohne sonnen. Das hat der Münchner Stadtrat am Mittwoch einstimmig beschlossen.

Ein Dringlichkeitsantrag der CSU-Fraktion zur Änderung der städtischen Badebekleidungsverordnung wurde ohne Gegenstimme angenommen. Die Verordnung schreibt vor, dass außerhalb ausgewiesener FKK-Flächen Badebekleidung getragen werden muss, ließ aber bislang offen, was Badebekleidung bedeutet.

Dies soll sich künftig ändern, indem die Verordnung konkret beschreibt, dass "die primären Geschlechtsteile bedeckt" sein müssen. Will heißen: Eine Badehose reicht. Weder Männer noch Frauen müssen demnach Oberteile tragen.

Aufgekommen war die Diskussion, nachdem berichtet wurde, ein von der Stadt beauftragter Sicherheitsdienst habe Frauen, die sich oben ohne sonnten, aufgefordert, ein Bikinioberteil anzuziehen.

"Im Sinne des "Leben und leben lassen" und einer Klarheit im Vollzug der Verordnung soll diese entsprechend geändert werden", hieß es in dem Dringlichkeitsantrag der CSU.

Außerhalb des FKK-Bereichs reicht eine Badehose als Bekleidung, wie der Stadtrat nun beschlossen hat.
Außerhalb des FKK-Bereichs reicht eine Badehose als Bekleidung, wie der Stadtrat nun beschlossen hat.  © DPA

Titelfoto: dpa , 123RF

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