Sie saßen drei Tage auf Insel in München fest! Zeltausflug wird zum Horror-Trip

Durch den Starkregen war die Isar in München komplett überflutet.
Durch den Starkregen war die Isar in München komplett überflutet.  © DPA

München - Es sollte ein entspannter Männertrip werden. Zwei Münchner beschlossen vergangenen Montag, auf der Weideninsel in der Isar zu campen. Mit dabei? Zelt, Schlafsäcke, Bier und ordentlich Proviant. Zumindest für die geplante EINE Übernachtung.

Doch drei Tage später sind sie immer noch auf der Insel mitten auf dem Fluß, der sich durch die bayrische Landeshauptstadt windet. Vollkommen durchnässt und verzweifelt.

Das Problem: Schon kurz nachdem das Duo bei schwacher Strömung auf die Insel übergesetzt hatte, begann der Regen. Wie der Bayrische Rundfunk berichtet stand das Wasser dann am nächsten Tag so hoch, dass sie die Insel nicht mehr verlassen konnten.

Vergeblich versuchten sie Hilfe zu holen, doch niemand kam zur Rettung. Ihre fünf Liter Wasser und das eine Brot, das sie dabei hatten, wurden langsam knapp. Dann kam noch ein heftiger Sturm. Der einzige Schutz, ihr Zelt, wurde von einer Böe niedergerissen.

"Wir wollten eigentlich eine Nacht bleiben und am nächsten Tag war das Wasser schon so hoch, dass wir nicht mehr rübergekommen sind. Wir haben so oft rübergerufen und die Leute haben gesagt, ja, wir holen Hilfe, aber keiner hat dann wirklich Hilfe gerufen", erzählt einer der beiden dem BR.

Aus dem Campingausflug der beiden Männer wurde ein regelrechter Alptraum.
Aus dem Campingausflug der beiden Männer wurde ein regelrechter Alptraum.  © 123RF

Sie mussten mit ihrem Schlafsack im fünf Zentimeter tiefen Wasser schlafen. Dann wurden auch noch ihre Handys weggespült!

Doch dann wurden sie zufällig entdeckt. Von einem Mann, der tatsächlich die Feuerwehr rief. Aber die Rettung von der vollkommen überschwemmten Insel gestaltete sich außerordentlich schwierig.

"Jetzt probieren wir es halt, dass wir die betroffenen Personen mit der Drehleiter rüberholen. Boot wäre die zweite Möglichkeit. Also unsere Wasserrettungstruppe, die ist auch unterwegs und wir können das mit dem Boot auch machen, aber bei der Strömung ist Boot fahren auch nicht so gut, deshalb versuchen wir es jetzt mit der Leiter", erklärte Thomas Redler von der Münchner Berufsfeuerwehr während der Rettungsmaßnahme am Donnerstag, die vom Fernsehen begleitet wurde.

Es klappte! Vollkommen durchnässt und unterkühlt mussten die beiden vom Rettungsdienst versorgt werden. Für den Einsatz der Feuerwehr müssen sie nicht aufkommen, sie konnten das Unwetter nicht ahnen.

Ob sie sich in ihrem Leben noch einmal auf die Insel wagen, ist wohl eher nicht anzunehmen...


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