Katholischer Diakon soll junges Mädchen (15) vergewaltigt haben

München - Es ist ein Vorwurf, der sehr schwer wiegt: Ein 65 Jahre alter katholischer Diakon soll eine 15-jährige Ministrantin vergewaltigt haben.

Eine entsprechende Klage wurde beim Amtsgericht in München eingereicht. (Archivbild)
Eine entsprechende Klage wurde beim Amtsgericht in München eingereicht. (Archivbild)  © DPA

Eine entsprechende Klage sei Anfang November beim Amtsgericht München eingereicht worden, teilte die Staatsanwaltschaft München I am Donnerstag in der Landeshauptstadt mit.

Der Geistliche, dem die Tat vorgeworfen wird, soll sich im Mai des Jahres 2018 bei einer Fahrt nach Nürnberg an der damals 15-Jährigen vergangen haben, so der Vorwurf der zuständigen Ermittler.

Die katholische Kirche in Deutschland beschäftigt sich seit Jahren mit der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in den eigenen Reihen. Dazu hatte die Bischofskonferenz erst Ende September eine umfassende Studie veröffentlicht.

Ermittlern helfe diese kaum bis gar nicht, mögliche Straftaten auch entsprechend aufzuklären, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Hans Kornprobst.

Hintergrund: Aus den im Zuge der Studie veröffentlichten Zahlen seien keine Tatorte, Tatzeiten oder gar Tatverdächtige ablesbar.

Daher habe die Behörde bislang keine laufenden Ermittlungsverfahren gegen Geistliche mit Bezug zu der Studie eingeleitet. Anderen Strafverfolgungsbehörden gehe es ähnlich, sagte Kornprobst.

Der Vorwurf der Vergewaltigung gegen einen 65 Jahre alten Diakon wiegt schwer. (Symbolbild)
Der Vorwurf der Vergewaltigung gegen einen 65 Jahre alten Diakon wiegt schwer. (Symbolbild)  © 123RF

Titelfoto: 123RF

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0