Priestermangel in der katholischen Kirche: Jetzt müssen Frauen einspringen

Würzburg/München - Die katholische Kirche in Bayern setzt in Zeiten des Priestermangels zunehmend auf Frauen in der Kirchenverwaltung.

Frauen als Priesterinnen finden in der katholische Kirche nicht statt, in der Verwaltung kommt man nicht an ihnen vorbei. (Symbolbild)
Frauen als Priesterinnen finden in der katholische Kirche nicht statt, in der Verwaltung kommt man nicht an ihnen vorbei. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den Bistümern im Freistaat ergeben. Das Bistum Würzburg will Frauen in Führungspositionen systematisch fördern.

An Fortbildungen für künftige Führungskräfte nahmen nach Angaben von Generalvikar Thomas Keßler in den vergangenen fünf Jahren 58 Frauen teil und nur 40 Männer. Das sei wichtig, weil das Bistum da "großen Nachholbedarf" habe.

Das Erzbistum München setzt Frauen inzwischen auch in Leitungsteams von Pfarrgemeinden ein - so derzeit im Pfarrverband Geisenhausen bei Landshut.

Auch in Bamberg sei es "grundsätzlich (...) das erklärte Ziel der Bistumsleitung, die Zahl von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen", sagte ein Sprecher. "Hier ist noch einiges zu tun."

Der Passauer Bischof Stefan Oster sagte: "Wir brauchen Frauen und deren Genius - wie es Papst Franziskus formuliert hat - auch an den Stellen, an denen wichtige Entscheidungen getroffen werden."

In der Verwaltung der katholischen Kirche sollen Frauen gefördert werden. (Symbolbild)
In der Verwaltung der katholischen Kirche sollen Frauen gefördert werden. (Symbolbild)  © David Ebener/dpa

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0