Bundesweiter Rekord: So viele Bayern sind aus der Kirche ausgetreten

München - Mehr als 64.000 Katholiken in Bayern haben ihrer Kirche im vergangenen Jahr den Rücken gekehrt.

Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche haben mit rückläufigen Mitgliederzahlen zu kämpfen. (Symbolbild)
Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche haben mit rückläufigen Mitgliederzahlen zu kämpfen. (Symbolbild)  © Arne Dedert/dpa

Die Zahl der Kirchenaustritte im Freistaat war damit 2018 die höchste aller Bundesländer. Bayern hatte zwar mit knapp 6,4 Millionen auch besonders viele Katholiken.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen, in dem 2018 rund 6,8 Millionen Katholiken lebten, traten aber nur rund 50.000 aus der Kirche aus.

Deutschlandweit hatten 216.000 Menschen im Jahr 2018 die katholische Kirche verlassen, wie die Deutsche Bischofskonferenz am Freitag in Bonn mitteilte. Das sind 48.500 Austritte mehr als 2017, als 167.500 Menschen der katholischen Kirche den Rücken kehrten.

Aus der evangelischen Kirche in Bayern traten 2018 insgesamt knapp 28.000 Menschen aus. Das waren noch einmal deutlich mehr als 2017 (knapp 24.000), wie die Landeskirche am Freitag mitteilte.

Am 31. Dezember 2018 lebten mehr als 2,3 Millionen Protestanten in Bayern.

Wegen der sinkenden Mitgliederzahlen hat die Kirche Geldsorgen. (Archivbild)
Wegen der sinkenden Mitgliederzahlen hat die Kirche Geldsorgen. (Archivbild)  © Werner Baum/dpa

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