Klimawandel! Das passiert mit der Zugspitze

Die Sonne scheint im bayerischen Garmisch-Partenkirchen über dem Gipfelkreuz auf der Zugspitze.
Die Sonne scheint im bayerischen Garmisch-Partenkirchen über dem Gipfelkreuz auf der Zugspitze.  © Sven Hoppe/dpa

München - Der schützende Permafrost an der Zugspitze könnte nach Berechnungen des Bayerischen Landesamts für Umwelt schon in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts um das Jahr 2080 herum verschwunden sein.

"Die Zugspitze ist ein wichtiger Indikator für den Klimawandel in Bayern. Die Bohrung im Gipfelbereich der Zugspitze zeigt, dass es in den Alpen immer wärmer wird", sagte Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) am Mittwoch zur Veröffentlichung der Studie.

Der Alpenraum reagiere besonders sensibel auf den Klimawandel, hieß es weiter. Schwinde der Permafrost in den Bergen, sei häufiger mit Steinschlag und Felsstürzen zu rechnen.

In den vergangenen 100 Jahren ist die Temperatur in den Alpen demnach mit 1,5 Grad Celsius doppelt so stark gestiegen wie im globalen Durchschnitt. Eine Folge sind schmelzende Gletscher: In 20 bis 30 Jahren könnten bis auf den Höllental-Gletscher auf der Zugspitze alle bayerischen Gletscher verschwunden sein.

Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern nicht nur Deutschlands höchster Gipfel, sie ist auch dessen einziger hochalpiner Gipfel, der technisch erschlossen und intensiv bebaut ist. Dadurch entsteht ein Gefährdungspotential, das eine genauere Betrachtung des Permafrostes erforderlich macht.

Vorteil für die Permafrostforschung an der Zugspitze: Der Deutsche Wetterdienst hat dort bereits 1900 angefangen, Wetterbeobachtungen aufzuzeichnen.

Norbert Stadler, Wetterbeobachter beim Deutschen Wetterdienst, steht am 17. Juli 2017 bei Garmisch-Partenkirchen auf der Zugspitze am Dach der Wetterwarte.
Norbert Stadler, Wetterbeobachter beim Deutschen Wetterdienst, steht am 17. Juli 2017 bei Garmisch-Partenkirchen auf der Zugspitze am Dach der Wetterwarte.  © Angelika Warmuth/dpa
Ein Wetterbeobachter beim Deutschen Wetterdienst zeigt auf die Wetter-Aufzeichnungen.
Ein Wetterbeobachter beim Deutschen Wetterdienst zeigt auf die Wetter-Aufzeichnungen.  © Angelika Warmuth/dpa

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa


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