Kurios: Diese schrägen Sachen sind 2019 in Bayern passiert

München - Mord und Totschlag oder harte Politik: Das Jahr ist geprägt von negativen Schlagzeilen oder schwer verdaulicher Kost. Umso unterhaltsamer sind da die kleinen, bunten Meldungen über Kuriositäten, die sich zwischen Main und Alpen ereignen. Da hat auch das ablaufende Jahr einiges zu bieten - eine Übersicht.

Einsatzkräfte der Feuerwehr betrachten einen Mercedes, der die Treppe eines U-Bahn-Eingangs in München hinuntergefahren ist.
Einsatzkräfte der Feuerwehr betrachten einen Mercedes, der die Treppe eines U-Bahn-Eingangs in München hinuntergefahren ist.  © Martin Bernstein/dpa

Verfahren: Auf der Suche nach einem Parkhaus gerät ein französisches Ehepaar im August in München auf die Treppe eines U-Bahn-Eingangs. Der 66-jährige Fahrer verwechselte den Eingang mit einem Parkhaus.

Huckepack: Auf ziemlich ungewöhnliche Art und Weise transportiert ein Lastwagenfahrer ein Auto in Oberfranken. Der 44-Jährige verzurrt den Wagen auf der sogenannten Sattelplatte seiner Zugmaschine, auf der normalerweise große Anhänger aufliegen. Polizisten stoppen ihn im Mai auf der Autobahn 72 bei Feilitzsch im Landkreis Hof.

Beute: Nach einem Rechtsstreit installiert die Stadt Eichstätt im Frühjahr pinkfarbene Frauenparkplatz-Schilder. Hier dürfen auch Männer parken - es wird nur empfohlen, die Stellplätze für Frauen frei zu halten. Die Schilder werden begehrtes Ziel von Dieben.

Mittagspause: Während der Verkehr auf der Autobahn 3 nahe Stockstadt am Main (Landkreis Aschaffenburg) an ihm vorbeizog, hat ein hungriger Lastwagenfahrer im April auf dem Seitenstreifen Würstchen gekocht. Die Polizei teilt dazu mit: "Dass er bei den schnellen Vorbeifahrten ununterbrochen vom Luftzug irritiert wurde, schien ihn genau so wenig zu stören, wie dass er beim kleinsten Fahrfehler eines Vorbeifahrenden in Lebensgefahr schwebte."

Die Leute in Bayern kommen auf die seltsamsten Ideen

Ein Auto steht mit Gurten verzurrt auf der Sattelplatte eines Sattelschleppers. Auf der Autobahn 72 bei Feilitzsch im Landkreis Hof stoppten die Beamten den Fahrer.
Ein Auto steht mit Gurten verzurrt auf der Sattelplatte eines Sattelschleppers. Auf der Autobahn 72 bei Feilitzsch im Landkreis Hof stoppten die Beamten den Fahrer.  © Polizeipräsidium Oberfranken/dpa

Hunger: In Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz klaut ein Hotelgast im August eine Forelle aus einem privaten Teich und nimmt den Fisch im Badezimmer seiner Unterkunft aus. Als die Polizei den 33-Jährigen zur Rede stellt, findet sie den ausgenommenen Fisch auf einem Teller.

Zeitumstellung: Große Verwirrung herrscht Ende Oktober bei Reisenden am Münchner Hauptbahnhof, weil nicht alle Uhren zurückgestellt wurden. Einige Züge haben den Anzeigen zufolge eine Stunde Verspätung.

Dingfest: Mit Sekundenkleber klebt ein Räuber in Ingolstadt die Hände einer Verkäuferin auf einer Tischplatte fest. Nachdem der Täter den Laden im Januar wieder verlassen hat, gelingt es der Verkäuferin laut Polizei "trotz der extrem beschränkten Möglichkeiten" einen Angehörigen anzurufen, der wiederum den Notruf wählt.

Diebstahl: Weil er betrunken und unter Drogen, aber ohne Führerschein mit 160 Sachen in Stephansposching (Landkreis Deggendorf) geblitzt wird, dreht ein Mann um und klaut die Radarfalle. Doch: Die Aufnahmen werden in Echtzeit an die Polizei übermittelt. So können die Beamten den 32-Jährigen im Oktober recht schnell ermitteln.

Unhold: Ein bewaffneter Schneemann sorgt im Januar in Thiersheim (Landkreis Wunsiedel) für Unruhe. Anwohner fühlen sich von der Figur in einem Garten bedroht. Dessen Besitzer ist nicht der Erbauer des Schneemanns.

Verschluckte Kopfhörer und verstopfte Gefängnis-Klos: Schräge Aktionen in Bayern

Ein Mitarbeiter der Stadt montiert an einem Parkplatz in Eichstätt ein pinkfarbenes Verkehrsschild.
Ein Mitarbeiter der Stadt montiert an einem Parkplatz in Eichstätt ein pinkfarbenes Verkehrsschild.  © Tina Steimle/dpa

Schluckspecht: Als ihn ein Detektiv erwischte, versucht ein junger Ladendieb in Kempten, geklaute Kopfhörer zu verschlucken. Erst als Polizisten im Februar eintreffen, spuckt der Schüler sie aus.

Dicke Luft: Ein 72-Jähriger betritt im Juli verbotenerweise nur wenige Stunden nach einem Kammerjägereinsatz seine ehemalige Wohnung in München - und atmet giftige Dämpfe ein. Er kommt ins Krankenhaus.

Verstopfung: Aus Unzufriedenheit über eine Verlegung in das Gefängnis in Niederschönenfeld (Landkreis Donau-Ries) verstopft ein Gefangener mehrfach Klos mit Klamotten. Das Amtsgerichts Augsburg entscheidet im März, dass der 24-Jährige fünf Monate länger in Haft bleiben muss.

Freund und Helfer: Direkt vor der Polizeiwache in Weiden in der Oberpfalz erkundigt sich ein betrunkener Autofahrer im August bei den Beamten nach einem freien Parkplatz. Der 58-Jährige spricht durchs offene Autofenster eine Streife an, die ihn kurzerhand in die Ausnüchterungszelle sperrt und sein Auto beschlagnahmt.

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