Einkaufen nach 20 Uhr in Bayern? Es bleibt beim "Nein"

München - Es bleibt im Freistaat auch weiterhin dabei: In Bayern wird es auch in absehbarer Zukunft keine Möglichkeiten für Einkäufe nach 20 Uhr geben.

In Bayern wird es keine Möglichkeiten für Einkäufe nach 20 Uhr geben. (Symbolbild)
In Bayern wird es keine Möglichkeiten für Einkäufe nach 20 Uhr geben. (Symbolbild)  © Henning Kaiser/dpa

Alle Fraktionen im Landtag - abgesehen von der FDP - stimmten am Dienstag gegen die beantragte Änderung der Ladenöffnungszeiten im Freistaat.

Der Antrag sah vor, dass Läden die Möglichkeit erhalten, länger als 20 Uhr zu öffnen. Die FDP-Fraktion begründete dies mit neuen Einkaufsbedürfnissen sowie mehr Wettbewerbsfähigkeit von entsprechenden Geschäften mit dem Internethandel.

Die Freien Wähler begründeten ihre Ablehnung unter anderem mit dem Schutz des familiären Zusammenlebens, gleichwohl hatte Parteichef und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (48) im März selbst gefordert, dass in Bayern an drei bis vier Sonntagen im Jahr die Geschäfte öffnen dürften.

Dies hatte der aktuelle Koalitionspartner CSU aber direkt gestoppt.

FDP-Fraktionschef Martin Hagen (38) bezeichnete die Abstimmung als eine verpasste Chance, Bayern bleibe damit Schlusslicht in Deutschland.

Seit dem Jahr 2006 liegt die Zuständigkeit für die Ladenöffnungszeiten bei den Ländern.

Bayern hat aber bisher als einziges Bundesland keine eigene Regelung erlassen und die Öffnungszeiten nicht freigegeben.

Auf Drängen der CSU hält der Freistaat am traditionellen Ladenschlussgesetz fest. Montags bis samstags dürfen Geschäfte von 6 bis 20 Uhr geöffnet haben, bis auf einige Ausnahmen bleiben sie an Sonn- und Feiertagen geschlossen.

Die beantragte Änderung der Ladenöffnungszeiten im Freistaat wurde abgeschmettert. (Symbolbild)
Die beantragte Änderung der Ladenöffnungszeiten im Freistaat wurde abgeschmettert. (Symbolbild)  © Patrick Seeger/dpa

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

Mehr zum Thema München Politik:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0