Mangel an Ärzten auf dem Land? So soll die Abhilfe in Bayern gelingen

München - Bei der überaus dringenden Suche nach Ärzten für ländliche, unterversorgte Regionen im Freistaat hilft aus Sicht der Staatsregierung Bayerns das Landarzt-Förderprogramm.

Gesundheitsministerin Melanie Huml blickt positiv in die Zukunft. (Archivbild)
Gesundheitsministerin Melanie Huml blickt positiv in die Zukunft. (Archivbild)  © Sven Hoppe/dpa

Heutzutage seien bislang 92 neue Förderbescheide für Niederlassungen und Filialbildungen hinzugekommen, darunter 68 Hausärzte, teilte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München mit.

Zudem bewilligte das Ministerium dieses Jahr insgesamt 43 Förderbescheide eines Stipendienprogramms für Medizinstudenten.

Jeder dritte Hausarzt in Bayern ist den Angaben nach älter als 60 Jahre.

Gerade in ländlichen Gebieten mangelt es vielerorts an Medizinern. Wer sich in Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern niederlässt, die nicht überversorgt sind, bekommt vom Freistaat eine Förderung von bis zu 60.000 Euro.

Bei Kinder- und Jugendpsychiatern liegt die Grenze bei 40.000 Einwohnern. Die Stipendiaten erhalten monatlich 600 Euro Unterstützung und verpflichten sich im Gegenzug, ihre fachärztliche Weiterbildung im ländlichen Raum zu absolvieren und danach fünf Jahre dort zu arbeiten.

Das Landarzt-Förderprogramm wurde vor rund sieben Jahren gestartet. Seither seien 579 Praxisgründungen und Filialbildungen unterstützt worden, darunter 462 Hausärzte, 13 Frauenärzte und ein Urologe. 246 Medizinstudierende nehmen bisher an dem Stipendienprogramm teil.

Insgesamt wurden rund 38 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. "Das ist gut angelegtes Geld", sagte Huml laut Mitteilung weiter. "Denn jeder geförderte Haus- und Facharzt leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Lebensqualität im ländlichen Raum."

Die dringende Suche nach Ärzten für ländliche, unterversorgte Regionen läuft. (Symbolbild)
Die dringende Suche nach Ärzten für ländliche, unterversorgte Regionen läuft. (Symbolbild)  © Armin Weigel/dpa

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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