CSU-Tief vor Landtagswahl: Edmund Stoiber kennt den Grund

München - Das seit Monaten anhaltende Tief der CSU vor der Landtagswahl im Freistaat basiert nach Ansicht des früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (77) auf den gesellschaftlichen Veränderungen in Bayern.

Edmund Stoiber (l.) kennt nach eigener Aussage den Grund für CSU-Tief. (Archivbild)
Edmund Stoiber (l.) kennt nach eigener Aussage den Grund für CSU-Tief. (Archivbild)  © DPA

"In den vergangenen Jahren hat es aufgrund unseres wirtschaftlichen Erfolgs eine einzigartige Wanderungsbewegung nach Bayern gegeben", sagte der CSU-Ehrenvorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Aus allen Teilen Deutschlands sind in den letzten zehn Jahren mehr als eine Million Menschen zu uns kommen", erklärte Stoiber. Die schlechten Umfragewerte von 33 Prozent seien deshalb ohne Frage nur Momentaufnahmen, betonte er.

Mit Blick auf mögliche Koalitionen nach der Wahl am kommenden Sonntag sagte Stoiber, dass er unabhängig des Ausgangs keine Basis für eine schwarz-grüne Koalition sehe.

"Es gibt fundamentale Unterschiede zwischen CSU und Grünen." Diese reichten von der Umwelt- und Energiepolitik über die Wirtschaftspolitik bis hin zur Inneren Sicherheit und Migrationspolitik. "Ich sehe nicht, wie bei diesen Unterschieden ein stabiles Bündnis möglich sein könnte."

Stoiber riet seiner Partei, auch im Fall eines Desasters an Markus Söder (51) als Ministerpräsident festzuhalten: "Nach der bayerischen Verfassung muss vier Wochen nach der Wahl die neue Regierung stehen. Und das ist dann die entscheidende Aufgabe unseres Ministerpräsidenten."

Titelfoto: DPA


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